Zweibrücken Leichtathletik: Keine Hallenstürmer, dafür Speerwurf im Juni

«ZWEIBRÜCKEN.» Das LAZ Zweibrücken streicht 2019 den Hallenstürmer-Cup im Winter und baut dafür den achten Himmelsstürmer-Cup der Stabhochsprung-Elite um ein Speerwurf-Meeting der Frauen aus. Zugpferd soll dabei Europameisterin Christin Hussong sein. Termin des sommerlichen Springens und Werfens ist Fronleichnam, 20. Juni.
„Wir haben uns vor einigen Wochen entschlossen, keinen Hallenstürmer-Cup zu machen“, sagt der stellvertretende LAZ-Vorsitzende Alexander Vieweg. Ein Grund sei, dass es „in dem kleinen Zeitfenster Februar, März unheimlich kompliziert ist, Athleten für die Halle zu bekommen“. Und das LAZ wollte kein Meeting mit B-Klasse-Springern veranstalten, so Vorsitzender Bernhard Brenner. Zudem gab es Ungereimtheiten seitens des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF. Der wollte schon 2019 ein Klassifizierungssystem für Meetings einführen, das sich unter anderem auch an ausgelobten Preisgeldern ausrichtet. Die Sportler sollen dabei Punkte bekommen, die sie zu Starts bei internationalen Wettkämpfen berechtigen. „Sie haben das vorerst zurückgenommen, aber es hat für einen Aufschrei in der Szene gesorgt. Für uns heißt das, dass es noch schwieriger wird, mit anderen Meetings zu konkurrieren“, verdeutlicht Vieweg. Die Kompensation: ein Speerwurf-Meeting mit höchstens acht Frauen (Deutsche, U23, internationale Starterinnen) um LAZ-Europameisterin Christin Hussong, eingebettet in die Himmelsstürmer-Cup an Fronleichnam am 20. Juni 2019. „Auch der Termin war schwierig zu finden, aber da war die mögliche Zeitspanne größer“, sagt Brenner. „Da wollen wir dann unsere Kräfte bündeln“, so der LAZ-Chef; laut Vieweg kommt vielleicht noch eine weitere Disziplin dazu. Raphael Holzdeppe und Hussong würden schon kräftig für das Meeting werben. „Ob es danach im Winter und Sommer so bleibt, sehen wir dann mal“, erklärt Brenner. Ein „Mini“-Meeting für den eigenen Nachwuchs und Springer der Region werde es im Winter aber schon noch geben.