Interview RHEINPFALZ Plus Artikel LAZ-Trainer Alexander Gakstädter: „Höhen noch nicht der Bringer“

 DLV-Nachwuchsbundestrainer Alexander Gakstädter bespricht sich beim letztjährigen LAZ-Meeting mit Line Gretzler vom USC Mainz.
DLV-Nachwuchsbundestrainer Alexander Gakstädter bespricht sich beim letztjährigen LAZ-Meeting mit Line Gretzler vom USC Mainz.

Das LAZ Zweibrücken durfte bei den deutschen Hochschulmeisterschaften jüngst eine Gold- und eine Bronzemedaille bejubeln. Wie der Coach den Saisonstart sonst bewertet.

Seine eigene Studienzeit ist schon ein bisschen her. Jetzt war Alexander Gakstädter gerade mit einigen Stabhochspringern des LAZ Zweibrücken auf den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Duisburg. RHEINPFALZ-Redakteur Matthias Müller fragte den LAZ-Trainer, wie es für seine Athleten lief und wie sich der Saisonstart der „Stabis“ insgesamt angelassen hat.

Mit Bea Schultheiß, Julian Schunck und Jakob Legner hatten Sie an Christi Himmelfahrt in Duisburg drei Eisen im Feuer. Wie ist es für die LAZ-Springer aus Ihrer Sicht gelaufen?
Julian hat für die Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) in Wiesbaden bei den Männern mit 4,60 Metern – höhengleich mit Jacob Geiß von der Uni Frankfurt – gewonnen. Bei Jakob Legner haben im Team der Saar-Uni 4,40 Meter zu Platz drei gereicht. Bea Schultheiß hat 3,65 Meter übersprungen und ist damit für die HöMS Wiesbaden auf Platz fünf gelandet.

Wie bewerten Sie die Wettkämpfe?
Die Höhen waren jetzt allesamt noch nicht so der Bringer. Aber das ist eigentlich normal, auch andere Springer haben noch Probleme und müssen kleine „Baustellen“ bereinigen. Es sind aber ja noch zwei Monate Zeit bis zum Saisonhöhepunkt, den deutschen Meisterschaften der U23 Anfang Juli in Mönchengladbach.

LAZ-Speerwerferin Ines Beyerlein wurde in Duisburg von Udo Hussong betreut. Was haben Sie mitbekommen, wie lief es für sie?
Ihr bester Wurf ist für die Saar-Uni bei 34,51 Meter gelandet, das war Platz zehn. Damit war sie nach ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 41,12 Meter in der Vorwoche in Kaiserslautern aber nicht zufrieden.

Zuvor hatten die LAZ-„Stabis“ in Wasserburg am Inn bereits ihren Auftakt in die Freiluftsaison. Ihr Fazit?
Wir waren mit acht Athleten vor Ort. Beim Saisonstart sieht man immer, was los ist. Es ist ein Abgleich zwischen dem Training und dem ersten Wettkampf. Es zeigt, was das Training bisher gebracht hat und was man im Auge haben muss. Ben Kribelbauer ist zum Beispiel in seinem zweiten U18-Jahr mit 4,30 Meter gleich mal eine neue Bestleistung gesprungen und hat die DM-Norm geknackt. Lars Urich aus Haßloch ist mit 4,60 Metern Dritter geworden. Jakob Legner ist ohne gültigen Versuch geblieben. Er hatte sich gut gefühlt, wir haben daher spontan entschieden, den Anlauf von zwölf auf 16 Schritte zu verlängern. Aber da fehlt ihm im Anlauf die Stabilität mit dem Stab und die Präzision beim Einstich. Jetzt gehen wir im Training einige Schritte zurück und bauen wieder auf. In den nächsten Wettkämpfen in Bad Bergzabern am 16. Mai und in Oberhaugstett am 20. Mai sehen wir dann weiter.

Zur Person

Seit Ende 2015 ist Alexander Gakstädter hauptamtlicher Trainer beim LAZ Zweibrücken. Der 38-jährige frühere Stabhochspringer, der Sport und Geografie fürs Lehramt an Gymnasium studiert hat, kümmert sich um den Nachwuchs des Vereins. Seit 2018 ist der ledige Gakstädter auch DLV-Nachwuchsbundestrainer im weiblichen Bereich.
Interview: Matthias Müller

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