Rasenkraftsport
LAZ-Sportler Emil Stegmann gewinnt DM-Titel im Steinstoßen
Klein, aber fein war diesmal der fünfköpfige Tross, den das LAZ Zweibrücken bei den internationalen deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt ins Rennen schickte. Dass in Thüringen diesmal nicht so viele LAZ-Sportler am Start waren wie bei früheren Veranstaltungen, lag laut Vereins- und Landestrainerin Hanna Luxenburger an einem bestimmten Grund. „Ich konnte diesmal selbst nicht mitfahren, weil ich mich gerade intensiv auf mein zweites Staatsexamen vorbereite. Das ist gerade wichtiger und wird schon klappen“, sagte die Rechtsreferendarin. „Bei uns ist die Gruppendynamik aber schon sehr hoch, ohne mich wollten die meisten eben nicht starten“, erzählte die 28-jährige Niederauerbacherin weiter.
Sie wusste ihre Handvoll Athleten, die sich ohne sie in den Osten Deutschlands wagten, aber bestens betreut. „Wir haben seit Ende Januar eine offizielle Wurfgemeinschaft mit den Rasenkraftsportlern des TV Thaleischweiler“, verdeutlichte sie, warum TVT-Trainer Peter Fremgen vor Ort auch intensiv nach ihren Sportlern schaute. „Wir hatten schon immer einen sehr guten Kontakt zu den Rasenkraftsportlern aus Thaleischweiler. Das ergänzt sich einfach schön, und wir können gemeinsam besser Mannschaften bilden“, erklärte sie, warum die neue Wurfgemeinschaft überhaupt zustande kam.
Neue Wurfgemeinschaft mit TV Thaleischweiler
LAZ-Sportler Emil Stegmann schnappte sich unter Fremgens Augen in Erfurt den Titel bei der männlichen A-Jugend. Der Biedershausener trat in der Leichtgewichtsklasse (bis 65 Kilogramm) an. Der beste der sechs Versuche des Schülers des Zweibrücker Hofenfels-Gymnasiums mit dem Zehn-Kilo-Stein landete bei 5,29 Meter – Gold!
Stegmanns Vereinskollegin Stephanie Mayer aus Knopp konnte ihren Vorjahres-Coup bei den Seniorinnen B nicht ganz wiederholen. Die 48-jährige Erzieherin im Reifenberger Kindergarten hatte sich im Vorfeld der DM aber auch länger mit einem Bandscheinvorfall in der Halswirbelsäule herumplagen müssen und musste ihre Form erst langsam im Training wieder aufbauen. Ihr Fünf-Kilo-Stein landete in der Schwergewichtsklasse (bis 73 kg) bei 7,30 Meter. Gerade mal 14 Zentimeter fehlten der Titelverteidigerin da für eine erneute Goldmedaille, die sie im Jahr 2023 mit 7,58 Meter gewonnen hatte.
Bestleistungen und gute vierte Plätze
Die anderen drei LAZ-Teilnehmer landeten alle auf dem etwas undankbaren vierten Platz. Stephanie Mayers Tochter Hermine, die eigentlich noch bei den Schülerinnen B starten darf, verbesserte ihre Bestleistung im Leichtgewicht bei den Schülerinnen A allerdings um über einen halben Meter. Der Drei-Kilo-Stein der Hofenfels-Schülerin landete bei starken 5,72 Meter. Zu den jüngsten deutschen Meisterinnen gehörte hier die für den TVT antretende Contwigerin Amy-Lynn Mongeau. Bei den Schülerinnen A stieß sie in der Gewichtsklasse bis 50 Kilo 8,31 Meter weit.
Eine Bestleistung stellte auch die Stambacherin Laura Weidler auf. Im Mittelgewicht (bis 65 kg) der weiblichen B-Jugend stieß die Schülerin der IGS Contwig ihren Fünf-Kilo-Stein auf 7,45 Meter, damit war die LAZ-Sportlerin im Kampf um Bronze um gerade mal drei Zentimeter geschlagen worden.
Gleich zweimal Platz vier belegte die Zweibrückerin Schwergewichtlerin Annika Opp bei ihrem gewünschten Doppelstart in ihrer eigentlichen Altersklasse, der B-Jugend, und dazu noch in der A-Jugend. Bei den Jüngeren schaffte sie auf 7,78 Meter, „bei der A-Jugend kam sie auf 7,45 Meter, da war ein bisschen die Luft raus“, sagte Hanna Luxenburger dazu erklärend.
Konkurrenzlos deutsche Meisterin bei den Frauen bis 78 Kilo wurde Lara Schwarz aus Maßweiler. Sie stieß mit dem Fünf-Kilo-Stein 9,83 Meter weit.