Montagsumfrage Lassen Sie Ihr Haus bei Google Street View wieder verpixeln?

Google Street View schickt seine Fahrzeuge auch wieder in die Südwestpfalz.
Google Street View schickt seine Fahrzeuge auch wieder in die Südwestpfalz.

Stehen die Zweibrücker dem Fotografieren ihrer Häuser durch Google Street View immer noch so ablehnend gegenüber wie vor gut zehn Jahren? Die RHEINPFALZ hat nachgefragt.

„Es gibt Leute, die nicht möchten, dass ihr Haus und Anwesen für Jedermann sichtbar ist“, erinnert sich der Zweibrücker Bernd Baumann an die vielen Widersprüche, die vor gut zehn Jahren von Privatleuten gegen die Google-Fotoaktion eingelegt wurden. Er selbst hat damit kein Problem, kann die Datenschutzbedenken aber verstehen. „Es wird aber wahrscheinlich schwer zu regeln, die Einzelnen rauszunehmen“, meint er. Sein eigenes Haus will Baumann nicht verpixeln lassen.

Bernd Baumann
Bernd Baumann

Er selbst nutzt Street View nicht, dafür aber Google Maps als Navigationssystem im Auto. „Die Jungen können heute gar nicht mehr mit der Straßenkarte navigieren. Ich kenne das noch. Früher war ich öfters in Köln. Da gibt es ganz viele Abfahrten, und ich habe trotzdem alles mit Landkarte gefunden. Heute würde ich aber auch nicht mehr mit Landkarte fahren.“

Jürgen Hänisch
Jürgen Hänisch

Auch Jürgen Hänisch hat kein Problem damit, wenn Google sein Haus abfotografiert. „Wir sind mittlerweile ohnehin gläsern im Internet“, findet der Zweibrücker. „Wenn man auf Google Maps geht, findet man auf den Satellitenbildern eh alles.“ Hänisch selbst nutzt vermehrt Google Maps auch als Navigationssystem. Street View nutzt er aber nicht.

Stephan Schemel
Stephan Schemel

„Wir haben Street View das ein oder andere Mal schon eingesetzt“, erklärt Stephan Schemel. „Wenn man was sucht, dann ist das super.“ Der Zweibrücker setzt Street View vor allem im Urlaub ein, um sich vor Ort zurechtzufinden. Sein Haus würde Stephan Schemel nicht verpixeln lassen. „Warum auch, wir haben ja nichts zu verbergen“, kommentiert er. Die Welt von heute sei so gepolt, dass jeder alles bei Facebook, Tiktok und Co. poste. „Ich stehe dem gelassen gegenüber.“

Hannelore Reif
Hannelore Reif

„Ich bin dagegen“, hat Hannelore Reif eine Haltung zu den geplanten Street-View-Aufnahmen. „Ich finde, dass damit zu viele Privatrechte verletzt werden. Selbst wenn die Häuser verpixelt werden – wer garantiert mir, dass nicht doch irgendetwas von mir, meiner Familie, meinem Haus online zu finden ist?“ Die Zweibrückerin kann in Street View auch keinen großen Nutzen erkennen, benutzt auch kein Google Maps als Navigationssystem im Auto. Dort nutzt sie ein normales Navi. „Ich bin kein Gegner von modernen Medien. Aber ausgerechnet Google Earth und Maps gefällt mir nicht.“

Markus Heidenreich
Markus Heidenreich

Markus Heidenreich ist anderer Meinung. „Street View hier ist durchaus positiv zu sehen. Wer das nicht will, soll sich melden und das eigene Haus verpixeln lassen.“ Sein eigenes Haus lässt der Zweibrücker ebenfalls nicht verpixeln. Regelmäßiger Nutzer von Google Street View ist Heidenreich nicht. „Wenn ich etwas Spezielles suche, gehe ich aber schon mal drauf.“ Bei langen Urlaubsfahrten setzt Heidenreich Google Maps als Navigationssystem in seinem Auto ein, sagt er.

Walter Sänger
Walter Sänger

Walter Sänger hat mit seiner Frau auf einer Motorradtour überhaupt erst wegen Google Maps Stopp in Zweibrücken gemacht. Der Bremer war am Freitag auf Tour in den Vogesen. Auf Google waren die barocken Sehenswürdigkeiten der Stadt eingetragen. „Wir haben gerade bei Google Maps gelesen: Zweibrücken, die Barockstadt. Dann haben wir gesagt, halten wir doch mal an und essen ein Eis.“ Zu Google Street View sagt Heidenreich: „Wir benutzen das viel, wenn wir mit dem Motorrad reisen. Und bei uns zu Hause haben wir damit auch kein Problem. Ein Freund von mir wohnt in Australien, in Queensland, mitten im Regenwald. Sein Haus kann ich mit dieser Technik auch sehen.“ Wenn Heidenreich seine Motorradtouren mit einem speziellen Programm geplant hat, sucht er auf Google Maps nach Sehenswürdigkeiten vor Ort.

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