Fußballspiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga: Zum wohl vorerst letzten Mal steigt der Zweibrücker Stadtvergleich

David Schwartz
David Schwartz

Am Samstag (16 Uhr) steigt zum vorerst letzten Mal das Derby der beiden klassenhöchsten Zweibrücker Fußballmannschaften. Trotz aller Rivalität zwischen dem gastgebenden TSC Zweibrücken und den VB Zweibrücken freuen sich beide Trainer auf das Spiel und sehen diese Brisanz auch nicht als ganz so so schwerwiegend an.

Die auf dem letzten Platz sitzenden Gäste vom Hornbachstaden können nicht mehr über den roten Strich kommen. Ganz aufgegeben hat Spielertrainer David Schwartz, der die Mannschaft im laufenden Spielbetrieb nach der Winterpause übernommen hat, die Hoffnung auf ein weiteres Jahr in der Landesliga noch nicht. „Es gibt Gerüchte, dass der eine oder andere Verein in der kommenden Saison nicht wieder antreten wird“, teilt Schwartz über das Munkeln hinter vorgehaltener Hand mit. „Aber alles bislang unbestätigte Gerüchte. Ich denke, alle Vereine spielen das jetzt erst mal zu Ende“, fährt er weiter fort. „Wir werden sowieso weiterhin auf uns schauen und zuerst unsere Hausaufgaben erledigen, das sind Siege gegen den TSC und den SC Idar-Oberstein II, damit wir an Idar-Oberstein in der Tabelle vorbeikommen“, nennt der 42-Jährige die Marschrichtung.

Wie es auch kommen mag, auf das Derby am Wattweiler Berg freut sich der Software-Tester. „Das hängt auch damit zusammen, dass wir in der Rückrunde zwei Spiele gewinnen konnten, da läuft einem dann doch der eine oder andere mehr mit einem Lächeln im Gesicht über den Weg. Zur positiven Grundstimmung tragen Siege sowieso immer bei.“ Die Siege, einer davon bei Spitzenreiter Bad Kreuznach, kamen für den Spielertrainer nicht von ungefähr, „denn die Qualität in der Mannschaft für diese Liga sehe ich schon.“ Die Bewegungsspieler hätten sich bei den dreifachen Punktgewinnen endlich für ihr Auftreten belohnt. Ansonsten war das nicht oft der Fall. Zum fehlenden Spielglück kam Unvermögen, dann Verletzungspech, der eine oder andere Spieler resignierte dadurch, ließ sich von der Krise anstecken, „und schon bist du in einer nur schwer aufzuhaltenden Abwärtsspirale“.

Livemusik als Lockmittel?

Florian Optiz möchte seine bisher makellose Bilanz als TSC-Coach gegen die VBZ weiter aufrecht halten. Wenn er hört, wie viele Zuschauer vor einigen Jahren noch zu den Derbys gekommen sind, findet er es schade, dass den jüngsten Duellen nur noch um die 300 Zuschauer rund um den jeweiligen Sportplatz beiwohnten. „Vielleicht sollte man mal ein Rahmenprogramm mit Live-Musik und Grillspezialitäten dazu organisieren“, sucht Opitz nach einer Option, um wieder mehr Leute anzulocken. Er finde Derbys generell schön, so einen innerstädtischen Fußballvergleich gebe es ja zudem nicht allzu oft – und habe darum mehr Resonanz verdient.

Die freundschaftliche Basis, dass sich jeder der Spieler, Trainer und Vereinsverantwortliche kenne, ist für ihn ein Argument, dem reinen Fußballspiel mehr Event-Stellenwert zu verleihen. „Ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich spiele oder schaue mir als Zweibrücker doch lieber ein städtisches Derby an, als nach Simmertal zu fahren.“

Platz fünf als Ziel

Das letzte Heimspiel der laufenden Runde möchte Opitz mit seiner Mannschaft nicht halbherzig angehen. Die VBZ habe genug Qualität, um dem TSC ein Bein zu stellen. „Wenn es uns gelingt, unter die ersten fünf zu kommen, dann war das eine sehr, sehr gute Saison für uns.“ Auch wenn es Spiele gab, die zu leicht hergegeben wurden. „Wir haben dafür immer versucht, ansehnlichen Fußball zu spielen und nicht ekelhaft zu gewinnen, indem wir nur hinten drin stehen und kontern.“ Für diese Linie stehen er und Dennis Hirth (Co-Trainer). „Wir haben beide die Sichtweise, unsere Spieler zu entwickeln und einen schönen Fußball zu spielen, der im besten Fall auch erfolgreich ist.“

Weiter spielen

SG Rieschweiler - SG Meisenheim/Desloch/Lauschied (Samstag, 16 Uhr)

Florian Opitz
Florian Opitz
x