Fußballspiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga-Kellerkinder Rieschweiler und VB Zweibrücken brauchen dringend Punkte

Björn Hüther
Björn Hüther

Sowohl die SG Rieschweiler als auch die VB Zweibrücken stecken in der Abstiegszone der Landesliga West. Am Sonntag (15 Uhr) treten sie zum heißen Duell auf dem Kunstrasenplatz in Rieschweiler gegeneinander an. Für beide gilt: Verlieren verboten. Das sagen jedenfalls die Trainer Björn Hüther und David Schwartz.

Bei der SG Rieschweiler hat sich die Grundstimmung spürbar verbessert, wie Trainer Björn Hüther verrät. Er sah unter der Woche „richtig gute“ Trainingseinheiten. Die zuletzt geschafften beiden Siege – gegen den SC Weselberg (3:0) und zum Rückrunden-Auftakt beim VfR Kaiserslautern (2:0) – trugen stark dazu bei. „Gegen den VfR zu gewinnen, war überlebenswichtig, um im Geschäft zu bleiben“, verdeutlicht Hüther. Überbewerten will der erfahrene Trainer das aber nicht. „Jeder zieht super mit, jeder weiß, es geht nur noch, wenn du die Spiele gewinnst. Der letzte Sieg war okay, er bringt aber nur etwas, wenn wir am Sonntag nachlegen.“

Wer aus dem SGR-Kollektiv leicht heraussticht, ist Mirko Tüllner. Er hat drei seiner vier Saisontore in besagten beiden Partien gemacht und ist laut Hüther nicht aus der Mannschaft wegzudenken. „An ihm sieht man, dass es etwas bringt, immer dranzubleiben und an sich zu arbeiten.“ Tüllner habe eine super Vorbereitung hingelegt, sei immer mit vollem Ehrgeiz dabei gewesen. „Damit hat er sich zu Recht das Glück erarbeitet, was momentan auch in Tore umschlägt.“

Rieschweiler unterschätzt Schlusslicht VBZ nicht

Den Gegner aus Zweibrücken sieht Hüther noch mehr unter Zugzwang als die eigene Mannschaft. „Wenn sie die Klasse halten möchten, müssen sie ja schon fast alles gewinnen.“ Das werden sie am Sonntag sicher versuchen. „Die VB wurden in der Runde oft unter Wert geschlagen, das darf man nicht vergessen. Wir unterschätzen sie nicht, werden aber dank unserer guten Wochen mit viel Selbstvertrauen reingehen, um die drei Punkte zu holen. Dann wären wir wieder am VfR Kaiserslautern dran.“

„Unterm Strich sind wir zufrieden mit dem Punktgewinn vom letzten Wochenende“, sagt Spielertrainer David Schwartz von den VB Zweibrücken. „Am Ende hatten wir noch einen Lattentreffer. Da merkst du dann, wo du in der Tabelle stehst, da fehlt dir das Glück als Tabellenletzter. Wenn du weiter oben stehst, geht der womöglich rein. Dieses Glück fehlt uns gerade leider, was schade ist.“ Das 1:1, das kann er klar sagen, sei aus seiner Sicht gerecht gewesen. „Wir haben über weite Strecken gut gespielt, da sind wir auf einem richtig guten Weg. Leider waren zehn Minuten nicht so gut, und da fällt das 0:1“, haderte der 42-Jährige im Nachhinein etwas mit dieser kurzen Leistungsschwankung. Die Köpfe gingen bei den Bewegungsspielern dafür aber nicht – wie so häufig in der Hinserie – nach unten. Stattdessen wurde laut dem VB-Spielertrainer nicht aufgesteckt und weiter gekämpft. Letztlich belohnten sich die VB-Kicker dafür noch mit dem Ausgleich.

Wichtig für die VB: Brünisholz spielt wieder mit

Erfreulich auf VBZ-Seite sei zudem gewesen, dass Spielführer Marc Brünisholz wieder mitwirken konnte. Er fiel nach dem zweiten Spieltag wegen eines gerissenem Syndesmose-Bandes lange aus. „Definitiv bin ich für uns und auch für ihn froh, dass er wieder dabei ist. Denn er ist eine ganz wichtige Personalie. Auch wenn ihm noch Spielpraxis fehlt, hilft er der Mannschaft. Marc geht voran, er ist eine wichtige Verstärkung für uns auf dem Platz.“

Das Spiel der beiden Abstiegskontrahenten sieht Schwartz indes nicht als Sechs-Punkte-Spiel an. Die Tabellensituation klammert er komplett aus. Alles andere als zu gewinnen, helfe dem VB-Team momentan sowieso recht wenig. „Wir wollen endlich den ersten Dreier. Die nächste Chance ist in Rieschweiler, und die wollen wir versuchen zu nutzen“, nennt er die Zielsetzung.

Weiter spielen

Landesliga West: SV Hinterweidenthal - TSC Zweibrücken (Sonntag, 15 Uhr).

David Schwartz
David Schwartz
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