Zweibrücken „Kommt de Heino widder?“

„Zu denne, die domols in de Kreisschbarkass es Saan gehadd hann, hadd aa de Hüther vun Cuntwich gezählt“, heißt es. Und das beweist auch, dass „die vum Land“ nicht vergessen sind. Und vergessen wird auch nicht die Einrichtung, bei der sie neben ihrem Kommunalamt noch zusätzlich für die Region gewirkt haben. So kannte man in früheren Jahren bei der ehemaligen Kreissparkasse Zweibrücken im Verwaltungsrat natürlich Landrat Richard Kling an der Spitze. Man wusste aber auch von dem Bürgermeister der Gemeinde Contwig, Alfred Hüther, dass dieser ebenfalls ein gewichtiges Wort bei Entscheidungen mitzureden hatte. Nicht anders war es natürlich „beim Dellwedder Heinz Veith“ und „beim Bechhofer Agne Kaal“. Man lernte sie von ihrem „Amt im Amt“ in der Stadt kennen. Und man schätzte ihr Engagement. Auch wenn man wusste, dass Lina Lauer und eine ganze Reihe von Kommunalpolitikern „bei de Kass“ mitmischten: „Es Lina“ stand auch für die Klosterstadt Hornbach an vorderster Stelle und wirkte bei vielen Dingen mit. Sie hatte es geschafft, einstimmig zur Stadtbürgermeisterin gewählt zu werden. Frischer Wind war in Hornbach zu spüren. Viele zogen mit ihr am Strang. Das, was diese besondere Stadt so auszeichnet, die Bürger, die bei gemeinsamen Aktionen mithelfen, kam so richtig in Gang. Im Nachbardorf Dietrichingen war über lange Jahre das Frühlingsfest des Freizeitvereins der absolute Knüller − eine Veranstaltung, die man kannte, und die Stars der Volksmusik brachte. „Kommt de Heino dissmo widder odder die dicke Wildecker?“. Auch wenn der Hornbacher Reinhold Hohn mit seinen Freunden das Sagen hatte: „De Bambey vun Dietrichinge“, der engagierte Ortsbürgermeister, war nicht weniger einsatzfreudig, und das nicht nur beim Frühlingsfest. Man wusste vom „Schdeenhauser Schwarz“, dass er oft in vorderster Reihe stand − und nicht nur, wenn es um sein eigenes Dorf ging. Natürlich nutzte der Bauunternehmer Alois Staab aus Schmitshausen, der ebenfalls Verwaltungsratsmitglied der Kreissparkasse war, seine guten Kontakte: Er arbeitete eng mit den Zweibrücker Rosenfreunden zusammen, profitierte von den Beziehungen des Rosengartenteams zum Saarländischen Rundfunk. So gelang es ihm und seinen Freunden auch, Aufmerksamkeit für das erste deutsche Rosendorf auf der Sickinger Höhe zu erreichen. Andere wiederum freuten sich, wenn sie in der Landauer Straße bei der Sitzung des Verbandsgemeinderates Zweibrücken-Land den stets munteren „Henner Sepp“ aus Riedelberg antrafen. „Bisch Du aa do?“ - „Ei Du siehschds doch!“ Man schätzte die guten Kontakte, die es „in die Schdadt“ gab und die für alle wiederum recht wichtig waren. Es gab allerdings immer mal wieder Zeiten, in denen die Besuche nicht mehr so häufig waren, auch wenn „die vum Land“ auf die Kreissparkasse oder auf das Landratsamt mussten. Noch viele Namen von damals Verantwortlichen in der Gemeinde oder den örtlichen Vereinen wären noch zu nennen. „Weeschde noch, de Bruck vun Walshause? Denne hasche doch aa gekennd!“, heißt es dann. Es darf schon mal an diejenigen erinnert werden, die in früheren Jahren ihre Gemeinden, die Vereine ihres Dorfes und die unterschiedlichsten Organisationen auf den Weg gebracht haben. Und die dabei nicht selten Kritik für ihre Arbeit ernteten, auch wenn diese oft nicht verdient war.