Handball
Kockler und Torwart Zajac Matchwinner beim Sieg der SV 64-Herren in Nieder-Olm
Es dauerte lange, bis die Zweibrücker Mannschaft in Nieder-Olm in Schwung kam. Sebastian Meister und Benny Zellmer organisierten nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Abwehrchef Tom Grieser die Defensive. Aber im Angriff fehlte es an Schwung, an Präzision. Niklas Bayer zog immer wieder Richtung Nieder-Olmer Tor, war meist nur siebenmeterreif zu stoppen.
Es war ein typisches letztes Auswärtsspiel am Ende einer langen Saison. Nieder-Olm konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Die Gastgeber setzten sich zwar mal mit 9:5 ab, aber mehr gestatteten die Zweibrücker den Hausherren nicht an Freude. Beim 10:10 waren sie wieder dran, und bis zum 19:19 (50.) verlief die Partie ausgeglichen.
Mit viel im Bauch in die Schlussphase
Dann war es das Schiedsrichter-Gespann Bentz/Weiler, das den SV 64 in den neun Schlussminuten zu Top-Leistungen motivierte. Eine ungerechtfertigte Zwei-Minuten-Strafe für SV-Youngster Max Kroner, der bis dahin seine Strafwürfe sicher versenkt hatte, auch erste Spielminuten auf der Rückraum-Mitte-Position in der Oberliga absolvierte, ärgerte dessen Teamkollegen so sehr, dass sie nun auf das Gaspedal traten.
Mit Wut im Bauch über die Fehlentscheidung und einem jetzt sehr stark haltenden Damian Zajac im Tor entschieden die Zweibrücker die Partie noch klar für sich. „Damian war ein Matchwinner, der zweite hieß Philipp Kockler“, freute sich SV-Trainer Stefan Bullacher über die erfolgreiche Schlussphase, in der die Gäste keinen Zweifel ließen, wer die Partie als Sieger beenden würde. Zunächst versenkte Adam Soos einen Strafwurf zur 20:19-Führung im TVN-Tor. Dann erfuhr die Nieder-Olmer Abwehr, warum Philipp Kockler kommende Saison in der Dritten Liga auf Torejagd gehen wird: Der Mann im halblinken Zweibrücker Rückraum war nicht mehr zu stoppen. Trotz ungewohnter Formation: Zwischen Kockler und Bayer übernahm in der Schlussphase Fabian Naumann die Mitte-Position.
Kockler überragt in letzten sieben Spielminuten
Kockler traf zum 21:19 für den SV 64. Es war das erste von fünf Zweibrücker Toren in Serie, die auf das Konto des bis dahin unauffällig spielenden Mannes im Rückraum gingen. Niclas Josten hielt Nieder-Olm mit seinen beiden Treffern noch bis dreieinhalb Minuten vor Ende in Schlagweite. Aber dann vernagelte Zajac das Tor, und Kockler ballerte bis zum 25:21 erfolgreich weiter.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zajac - Bayer (2), Soos (3/1), Kockler (7) - Winter (1), Zellmer (1) - Meister (1) – Naumann (1), Kroner (7/5), Hammann (2), Finck, Eisel
Spielfilm: 9:5 (21.), 10:11 (27.), 11:10 (Halbzeit), 19:19 (50.), 21:25 (Ende) - Zeitstrafen: 5:4 - Siebenmeter: 11/8 - 7/6 - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Bentz/Weiler (Eckbachtal/Kandel).