Zweibrücken
Kinderkrippe Apfelbäumchen feiert 30. Geburtstag
Das Apfelbäumchen war die erste kommunale Kinderkrippe in Zweibrücken. Sie ist in einem Reihenwohnhaus in einem reinen Wohngebiet untergebracht. Mit den Nachbarn gab es trotzdem nie Probleme. „Wir sind alle verträgliche Menschen und haben nie miteinander gestritten. Die Leute in den Breitwiesen haben uns alle freundlich aufgenommen, Lärm hat sie nie gestört. Die Nachbarn haben sich mit den Kindern unterhalten und mit den Erzieherinnen. Und bei den Festen waren die Nachbarn auch immer eingeladen und sind auch gekommen“, berichtete Judith Strauß. Sie war die erste Leiterin des Apfelbäumchens, kam allerdings erst ein halbes Jahr nach der Eröffnung.
Gute Nachbarschaft
Gestartet ist die Kinderkrippe ohne Einrichtungsleitung. Es gab nur ein Team gleichberechtigter Erzieherinnen. Judith Strauß leitete die Einrichtung von Januar 1997 bis 2016. Werner Wagner, der von 2016 bis 2022 das Apfelbäumchen leitete, pflichtete seiner Vorgängerin bei. „Wir hatten immer ein gutes Verhältnis mit unseren Nachbarn. Es gab nie Probleme, wir waren immer in gutem Kontakt mit allen“, erklärte er. Dabei ist es auch geblieben, als Nadine Theisohn aus Niederauerbach im Jahr 2022 von der Kindertagesstätte Regenbogen in Mittelbach als neue Teamleiterin zum Apfelbäumchen wechselte. Dort traf sie auf ein eingespieltes Team – unter anderem auf die Hengstbacherin Susi Renoth, die von Anfang an dabei ist und nach eigenen Worten „hoffentlich auch hier in Rente gehen darf“.
Sieben Erzieherinnen, eine Hauswirtschafterin, eine Reinigungsfrau und ein Hausmeister kümmern sich im Apfelbäumchen derzeit um 16 Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren. „Die Einrichtung ist klein gegenüber einem normalen Kindergarten. Aber sie ist der Altersgruppe angemessen. Die Kinder mögen das sehr und kennen die Aufteilung von Zuhause. Im Wohnzimmer wird gespielt, in der Küche gegessen. Das ist den Kindern vertraut vom Elternhaus. Dass es eine separate Krippe ist, war für uns immer von Vorteil, auch für die Kinder und die Eltern“, erläuterte Judith Strauß.
2007 umbenannt
Apfelbäumchen heißt die Krippe erst seit dem 1. Juli 2007. Vorher war sie nach dem Standort benannt: Allensteinstraße. Doch die umgebende Hecke, an der im Frühherbst kleine Äpfel wachsen, war dann doch der schönere Name für die Krippe, die 20 Plätze anbietet.
Beim Fest in der Schulturnhalle der Breitwiesenschule hatten die Erzieherinnen und Eltern eine Manege gebaut, die Kinder waren die Stars. Es gab eine Bilderschau in die Vergangenheit, eine Tombola, Spielangebote, zwei Reitschulen und einen Besuch des Ballonkünstlers Toni Balloni. Die benachbarte Pizzeria stellte ihren Vorplatz zur Verfügung und hatte Pizza und Pommes vorbereitet.