Zweibrücken Kinderärzte können keine ukrainischen Kinder mehr impfen

Der Aufnahmestopp führe auch zu Problemen beim Schulbesuch, wenn Impfungen fehlen, zum Beispiel gegen Masern.
Der Aufnahmestopp führe auch zu Problemen beim Schulbesuch, wenn Impfungen fehlen, zum Beispiel gegen Masern.

562 Flüchtlinge aus der Ukraine hat Zweibrücken derzeit aufgenommen, darunter 207 Kinder. Das sind zu viele für die drei Kinderarztpraxen in Zweibrücken und Contwig.

Die Kinderärzte seien überlastet und könnten keine weiteren Kinder aus der Ukraine mehr aufnehmen, sagte Sozialamtsleiter Tim Edinger am Donnerstag im Sozialausschuss. Der Aufnahmestopp führe auch zu Problemen beim Schulbesuch, wenn Impfungen fehlen, zum Beispiel gegen Masern. „Wir versuchen, irgendwie eine Lösung zu finden“, sagte Edinger. Eine Möglichkeit sei, „dass der ein oder andere Arzt einmal im Monat einen Impftag anbietet“, nannte er ein Beispiel. Das Problem, dass zu wenig Ärzte zur Verfügung stünden, sei schon von der fachärztlichen Versorgung und der Psychiatrie bekannt – „jetzt fängt’s bei den Kindern an“.

Die 562 Flüchtlinge aus der Ukraine seien deutlich mehr als die 388, die Zweibrücken nach dem Verteilungsschlüssel aufnehmen müsste, sagte der Amtsleiter. Aus anderen Ländern seien der Stadt vergangenes Jahr 123 Asylbewerber zugewiesen worden, dieses Jahr bisher 29. Edinger rechnet damit, dass die Zahlen im Frühjahr und Sommer steigen, weil auch das Wetter eine Rolle spiele. Allgemein sei die Situation „weiterhin angespannt“. Es sei aber immer noch möglich, Geflüchtete in städtischen Wohnungen der Gewobau unterzubringen.

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