Meine Meinung
Kiehm und Neurohr haben diesmal ebenfalls ein gutes Abi gemacht
Fast 200 junge Frauen und Männer aus der Zweibrücker Kante haben dieser Tage ihr Abiturzeugnis erhalten, am Helmholtz- oder am Hofenfels-Gymnasium. Weitere haben ihr Abitur in Contwig, in Thaleischweiler und einige auch in Landstuhl abgelegt.Seit 1945 war es wohl noch nie so schwierig, sich auf die Abitur-Prüfungen vorzubereiten. Wegen Corona war nichts normal. Im Frühjahr 2020 konnte viel weniger Stoff vermittelt werden wie sonst. Die Qualität des Fernunterrichts unterschied sich von Lehrkraft zu Lehrkraft enorm. Die unzeitgemäße Technik stellte zusätzliche Hürden dar. Auch als die angehenden Abiturienten in die Schulen zurückkehren durften, lief der Unterricht alles andere als normal. Mit Maske und viel Unsicherheit lernt es sich nicht so leicht. Zudem entfielen alle Gemeinschaftserlebnisse, die einen Ausgleich zum Lernen bieten und motivieren können.
Trotz aller Hindernisse gewährte das Ministerium keinen Corona-Bonus. Die Prüfungen unterschieden sich in Dauer, Umfang und Anforderungen nicht erkennbar von denen in normalen Jahren.
Berücksichtigt man die Umstände, dann kann man Schülern und Schulen nur gratulieren, dass fast alle Prüflinge ihr Abitur bestanden haben. An den beiden Zweibrücker Gymnasien lag die Durchfallquote bei nur einem Prozent.
Das liegt einerseits an den Leistungen der Schüler. Andererseits müssen die Schulleiter im Hintergrund auf dieses gute Ergebnis hingearbeitet haben. Indem sie etwa bei ihren Lehrkräften die Sinne für die Besonderheiten dieses Jahres schärften. Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und das Wissen um den vorhandenen Ermessensspielraum – das war beim Abitur 2021 besonders gefragt.
Kerstin Kiehm vom Helmholtz-Gymnasium und Jörg Neurohr vom Hofenfels-Gymnasium haben allem Anschein nach einen Bombenjob gemacht.