Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Kellerdecke nicht mehr tragfähig: Kita-Sanierung wird teurer

Die protestantische Kita sei beim Hochwasser an Pfingsten regelrecht abgesoffen, sagt der Architekt.
Die protestantische Kita sei beim Hochwasser an Pfingsten regelrecht abgesoffen, sagt der Architekt.

Die Kita in der Ixheimer Meisenstraße wurde beim Hochwasser an Pfingsten 2024 so schwer beschädigt, dass sie saniert werden muss. Das wird teurer als gedacht.

Die protestantische Kita sei regelrecht abgesoffen, hatte das Zweibrücker Architekturbüro Grub in seinem Sachbericht geschrieben, den es dem Stadtrat im Oktober vorgelegt hatte. Das Wasser habe 80 Zentimeter hoch im Gebäude gestanden. Estrich, Bodenbelag, Fliesen und der Gipsputz seien zu erneuern. Ebenso Einbauten aus Holz, Holzverkleidungen im Flur und die Fensterbank-Sitzelemente in den Gruppenräumen. Viele Hoffenster und Türen seien aufgequollen und samt den Rollläden zu erneuern. Die Akustikdecken aus Schaumstoff seien „durch die Feuchte versifft“. Die Toiletten und manche Waschbecken müssten ausgetauscht werden, der Warmwasserspeicher sei defekt, die Heizung müsse geleert und wieder befüllt werden. Die Elektrik sei zu überprüfen. Die Küche und die komplette Inneneinrichtung müssen ebenfalls ersetzt werden. Das alles zu sanieren koste knapp 520.000 Euro, hieß es im Herbst.

Zeitplan nicht mehr zu halten

Nun stellt sich heraus: Es wird teurer. Die Kita hat einen sogenannten Kriechkeller. Die Kellerdecke ist nur sieben bis acht Zentimeter dick „und nicht mehr tragfähig“, wie Architekt Martin Grub am Dienstag dem Bauausschuss berichtete. Den niedrigen Keller zu verfüllen, schloss er als Möglichkeit aus. Stattdessen müsse die Decke abgerissen und neu gebaut werden. Dadurch sei der Zeitplan nicht zu halten. Statt in den Sommerferien werde die Kita nun erst im Oktober fertig, schätzt er. Die Kosten steigen von geschätzten 520.000 auf 650.0000 Euro.

Träger der Kita ist der Protestantische Kita-Verbund Zweibrücken. Der Stadtrat hat aber im Herbst zugestimmt, den größten Teil der Sanierungskosten zu übernehmen – 500.000 Euro. Das Land hat laut Stadtsprecher Jens John bereits unter Vorbehalt zugesagt, die Hälfte davon zu übernehmen. Für die Mehrkosten habe der Träger zwei weitere Zuschussanträge gestellt, einmal über 120.000 Euro für die Mehrkosten wegen der Kellerdecke, einmal über 25.000 Euro für den Abbruch des feuchten Fußbodens. Laut Oberbürgermeister Marold Wosnitza wäre ein Neubau aber „signifikant teurer“.

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