Zweibrücken Keine Chance für Frühschwimmer
Das Zweibrücker Freibad öffnet weiterhin – wie schon in den vergangenen Wochen – erst um 10 Uhr. Es fehle an Bademeistern. Dies teilte Stadtpressesprecher Heinz Braun auf Anfrage mit.
„Es ist schwer, ausgebildetes Personal zu kriegen. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen langsam in Ruhestand, und es rücken nicht genügend Bademeister nach“, schickt Braun voraus. Dies sei ein bundesweites Problem. In Contwig bleibe das Freibad wegen Personalmangels an einem Tag in der Woche zu. „Das wollten wir vermeiden. Deshalb machen wir jetzt morgens erst um 10 Uhr auf, also zwei Stunden später als sonst üblich. Abends früher zu schließen ist weniger sinnvoll als morgens später zu öffnen“, fasst Braun zusammen. Ausgebildetes Personal müsse laut Gesetz während der gesamten Badezeit zugegen sein, so Braun. Das Zweibrücker Freibad habe einen ausgebildeten Bademeister in Vollzeit und eine Person in Teilzeit. Diese würden unterstützt von DLRG-Rettungsschwimmern, die aber nicht alleine Dienst machen dürfen. „Eigentlich hätte Personal aus dem Hallenbad ins Freibad kommen sollen, doch dieser Plan ist nicht aufgegangen. Auch im Hallenbad gibt es wegen Fortbildung, Krankheit und einer Kündigung Personalprobleme“, erläutert Braun. Nun müsse sich die Stadt so behelfen – und das nicht nur, wie ursprünglich gedacht, vorübergehend, sondern auf längere Sicht. Auf die Bilanz (wir berichteten am 16. Juli) wirkten sich die gekürzten Öffnungszeiten indes „nicht entscheidend“ aus, auch wenn die Frühschwimmer nun fehlten. Braun: „So viele Schwimmer sind da nicht mehr gekommen. Wir hatten vor etlichen Jahren so 15 bis 20 Frühschwimmer, doch die Zahl ist zurückgegangen auf drei bis fünf Leute.“ Grundsätzlich sei auch bei herrlichstem Badewetter ein Rückgang der Besucherzahlen zu beobachten.