Zweibrücken / Dahn Katze auf Reisen: Im fremden Wohnmobil von Zweibrücken nach Dahn
Ein Paar aus Dahn machte dieser Tage Kurzurlaub auf dem Zweibrücker Wohnmobil-Stellplatz am Minigolfplatz – und bemerkte erst, als es wieder zuhause war, dass sich ein blinder Passagier an Bord befand. Eine schwarz-weiße Katze war wohl unbemerkt in den Motorraum gekrochen und musste dort die 35 Minuten Fahrt von der Rosen- in die Felsenlandstadt überstehen. Das Tier, eine Kätzin, wartet nun in der Auffangstation des Tierschutzvereins Dahn darauf, dass Herrchen und/oder Frauchen aus Zweibrücken es wieder abholen.
Laut Renate Koch vom Tierschutzverein Dahn stand das reisende Paar drei Tage auf dem Zweibrücker Wohnmobilstellplatz. Auf dem Heimweg am Dienstag legte es noch einen Stopp am Outlet ein. Theoretisch könnte die Katze also auch dort zugestiegen sein. Da auf dem Outlet-Parkplatz aber so viel Trubel herrscht, sei das aber eher unwahrscheinlich. Das Paar und Renate Koch vermuten, dass die Katze bereits auf dem ruhig gelegenen Zweibrücker Wohnmobil-Stellplatz in den Motorraum geklettert ist.
Zuhause miaut’s plötzlich
Als die Dahner spätabends nach Hause kamen, bemerkten sie nach einer Weile ein Miauen im Wohnmobil, sahen nach, fanden den blinden Passagier im Motorraum und befreiten ihn aus seiner misslichen Lage. „Das Tier lief zum Glück nicht weg, sondern schnürte nervös am Fundort herum, so dass es eingefangen und in Sicherheit gebracht werden konnte, bis wir kamen“, so Koch. Sie sei sehr froh, dass dem Paar das Schicksal der Katze nicht gleichgültig war, sondern es sofort die Tierschützer informiert habe. Die Katze habe die ungemütliche Fahrt körperlich offenbar gut überstanden, so Koch.
Der Besitzer oder die Besitzerin konnte bisher nicht ausfindig gemacht werden. Zwar meldeten sich laut Koch zwei Leute aus Zweibrücken, die seit Längerem ihre schwarz-weißen Kater vermissen, „aber die Katze aus dem Wohnmobil ist zweifelsfrei weiblich“. Der Tierschutzverein Dahn ist erreichbar unter Telefon 06391 3090, dort können Leute anrufen, die meinen, dass es sich bei der unbemerkten Womo-Beifahrerin um ihre Katze handelt. „Es kann sein, dass der Anrufbeantworter angeht, aber wir rufen auf jeden Fall zurück“, sagt Renate Koch.