St. Ingbert Kalender: Kunst von Albert Weisgerber

Dieses Selbstbildnis inUniform ziert den Titel.
Dieses Selbstbildnis inUniform ziert den Titel.

Das Titelbild des Din A2 großen Kalenders der St. Ingberter Albert-Weisgerber-Stiftung schmückt ein Selbstbildnis von Albert Weisgerber (1878-1915) als Unteroffizier in Uniform von 1905. Der europaweit bekannte St. Ingberter Maler, der in München studierte, zeigt sich 1905 darauf stolz und selbstbewusst. Dieses Gemälde und vier weitere erwarb die Stiftung 2019 aus Privatbesitz. 2016 kauft der Heimat- und Verkehrsverein St. Ingbert im Kunsthandel zwei seltene Entwürfe für ein Skatspiel, die in dem Kalender ebenfalls erstmalig als Druck zu bewundern sind. So bietet der Kalender überraschend viele Motive, die noch nicht bekannt sind. Für das Januar-Motiv hatte die Stiftung die Einheimischen aufgerufen, unter drei Weisgerber-Gemälden ihren Favoriten zu nennen. Weisgerbers impressionistische Ansicht des schneebedeckten „Jahrmarktes in Kufstein“ ging als Sieger hervor. Weisgerber stellt in dem Gemälde das bunte Treiben eines Jahrmarktes in dem Tiroler Städtchen dar. Der Künstler malte das Bild im Jahr 1907 auf seiner Hochzeitsreise, die ihn auch nach Österreich führte. Die mit Schnee bedeckten Dächer der Marktbuden und historischen Häuser des Ausflugsortes präsentieren sich winterlich. Zu den wenigen bekannten Motiven gehören die „Fronleichnamsprozession“ und das „Sängerfest im Wald“. Auf dem Februar-Blatt lernt man den Zeichner Weisgerber und seinen Sinn für Humor kennen. Der Kalender tröstet darüber hinweg, dass für in der denkmalgeschützten Baumwollspinnerei geplante Albert-Weisgeber-Museum (Eröffnung sollte 2013 sein) wegen Finanzierungsproblemen und diversen anderen Streitigkeiten immer noch keinen neuen Eröffnungstermin hat.

Der Kalender ist für 14 Euro erhältlich an der Infotheke des St. Ingberter Rathauses, Am Markt 12, und in den St. Ingberter Buch- und Schreibwarenläden erhältlich.

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