Zweibrücken JVA: Feuer in einer Gefängniszelle, Insassin verletzt
„Es gab ein Feuer in der Justizvollzugsanstalt ohne große Gefahr auf Ausbreitung und Gebäudeschaden. Genaue Auskünfte sind zur Zeit nicht möglich, da dies ein sensibler Bereich ist und es zudem ein laufendes Strafverfahren gibt“, erklärte der Zweibrücker Polizeichef Nikolai Zöller auf Anfrage. Er bestätigte, dass Polizeibeamte im Einsatz waren und spricht von einem „kurzen Feuer, das auch nicht groß“ gewesen sei. Auch der Zweibrücker Katastrophen- und Feuerschutzinspekteur Frank Theisinger sagt, dass „es kein dramatischer Einsatz“ für die Feuerwehr war. Dennoch seien 27 Feuerwehrleute der Zweibrücker Hauptwache mit sieben Fahrzeugen im Einsatz gewesen. „Es hat in einer Zelle gebrannt. Wie und warum, wissen wir nicht. Es hat sich ausgezahlt, dass sich das Justizpersonal bei uns ausbilden lässt, beispielsweise im Atemschutz. So konnten die Justizangestellten bereits bevor die Feuerwehr eintraf löschen, retten und evakuieren“, sagt Theisinger auf Nachfrage.
Vor Ort waren neben Feuerwehr und Polizei auch zwei Rettungswagen. Diese haben nach RHEINPFALZ-Informationen eine Verletzte mit Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht. Laut JVA-Leiter Jürgen Buchholz handelt es sich bei der Verletzten um eine Insassin der JVA. Weitere Personen seien nicht verletzt worden. Buchholz lobt sowohl die eigenen Bediensteten als auch die Zweibrücker Feuerwehrleute, die am Einsatz beteiligt waren.
Zellenbrände eher selten
Nach seinen Worten sind Brände in Zellen eher selten. „Jeder Haftraum verfügt über einen Feuer- und einen Rauchmelder, dadurch können wir in solchen Fällen direkt eingreifen“, erklärt er. Mit der Zweibrücker Feuerwehr pflege man schon lange eine enge Kooperation, die Ausbildung von JVA-Bediensteten dort sei allerdings relativ frisch. Insgesamt beherbergt die JVA in Zweibrücken laut Jürgen Buchholz ungefähr 430 Insassen beiderlei Geschlechts. Zusammen mit den Fahrzeugen der Zweibrücker Feuerwehr war auch die Drehleiter der Triwo-Flughafenfeuerwehr. Laut Frank Theisinger ist die städtische Drehleiter zur Zeit in Revision. Durch einen Kooperationsvertrag mit der Triwo-Wehr ist deren Drehleiter tagsüber auf dem Flughafen stationiert und steht abends und nachts in der Hauptwache in der Landauer Straße zum sofortigen Ausrücken bereit.