Zweibrücken Juwelier Rohrbacher kündigt der kompletten Belegschaft

Die Firma Rohrbacher ist Zweibrückens ältestes Juwelierhaus.
Die Firma Rohrbacher ist Zweibrückens ältestes Juwelierhaus.

Das Zweibrücker Traditionsgeschäft Juwelier Rohrbacher muss all seine Mitarbeiter entlassen. Das hat auch etwas mit Rolex zu tun.

„Die Firma Rohrbacher muss die Notbremse ziehen und sich stark umstrukturieren.“ So die Worte von Rohrbacher-Inhaber Andreas Rohrbacher am Mittwoch. Konkret bedeute dieser Schritt, dass er allen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigen muss. Die zehn Beschäftigten seien ab 16. Oktober bis zum Ende ihrer Arbeitsverhältnisse Ende Februar nächsten Jahres freigestellt. Laut Rohrbacher können sie die Zeit nutzen, sich einen neuen Arbeitsplatz zu suchen. „Das ist mir sicher nicht leicht gefallen, doch mein Unternehmen ist in der bisherigen Form so nicht mehr weiter wirtschaftlich zu betreiben“, sagt Rohrbacher.

Nachdem die Firma Rolex vor über einem Jahr die Konzession gekündigt habe und keine Uhren mehr liefere, habe er rund 50 Prozent des Umsatzes verloren. Bis Ende September werde das Geschäft in der Fußgängerzone noch in gewohnter Form und zu den gegenwärtigen Öffnungszeiten weiter betrieben. Andreas Rohrbacher bittet Kundinnen und Kunden, Reparaturen oder Anfertigungen bis dahin abgeholt zu haben. Dem dringenden Bedürfnis folgend, einen dritten Raubüberfall oder einen weiteren Einbruch nicht mehr erleben zu müssen, werde das Warenlager ab Oktober in Schließfächer bei Banken ausgelagert. Rohrbacher: „Nach weiteren Umstrukturierungen im nächsten Jahr bin ich alleiniger Betreiber der Firma und des Ladengeschäfts.“ Aus versicherungstechnischen Gründen könne er die Kundschaft dann nur noch nach vorheriger Terminabsprache bedienen. Er hofft, durch die Kostenminimierung die Firma Rohrbacher in den nächsten Jahren wieder in die Wirtschaftlichkeit zu führen und weiterhin besondere Uhren- und Schmuckstücke anbieten zu können.

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