Schulsport „Jugend trainiert“: Hofenfels-Handballer dominieren U14-Vorrunde

Heimvorteil genutzt: Hofenfels-Lehrerin Anja Schimmel gewann mit ihren U14-Handballern in der Westpfalzhalle den Vorentscheid de
Heimvorteil genutzt: Hofenfels-Lehrerin Anja Schimmel gewann mit ihren U14-Handballern in der Westpfalzhalle den Vorentscheid des Wettbewerbs »Jugend trainiert für Olympia«.

Beim Handball-Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ der U14-Jungs geht es beim Zweibrücker Stadtderby ganz friedlich zu. Warum das so ist.

Das Stadtderby zwischen dem Hofenfels-Gymnasium (HFG) und dem Helmholtz-Gymnasium (HHG) war eines der ersten Spiele des Vorrundenturniers der Jungs der Jahrgänge 2013 bis 2015 mit fünf teilnehmenden Schulmannschaften, drei aus Kaiserslautern und den beiden aus Zweibrücken. Das Hohenstaufen-Gymnasium, das Heinrich-Heine-Gymnasium und die IGS Bertha-von-Suttner kamen am Dienstag alle aus Kaiserslautern nach Zweibrücken – mit dem Zug als öffentliches Verkehrsmittel.

Das hatte Auswirkungen auf den Spielbetrieb: Die Lehrer und Betreuer der Teams einigten sich darauf, die Spielzeit pro Partie auf zweimal acht (statt zweimal zehn) Minuten zu begrenzen – damit die Kaiserslauterer Jungs alles rechtzeitig ihren Zug zurück erwischen. „Es ist mittlerweile von der ADD vorgeschrieben, dass wir öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Wir haben deshalb schon mal eine Teilnahme auswärts absagen müssen, weil An- und Abreise zu kompliziert gewesen wären“, erläuterte dazu Christian Schweig, Lehrer vom Turnierausrichter, dem Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium.

Das Zweibrücker Stadtderby verlief friedlich. Warum das so war, wusste Anja Schimmel, Lehrerin für Mathematik und Religion am Hofenfels-Gymnasium, die das HFG-Team betreute. „Viele der Jungs spielen ja zusammen in einer Vereinsmannschaft, die haben sich sogar zusammen warm gemacht“, sagte die 51-jährige Contwigerin mit Blick auf die SG Zweibrücken. Da verteilten sich aber die Anzahl der Handball spielenden Kinder eben auf zwei Gymnasien. Je älter die Spieler würden, desto dünner werde deshalb die Personaldecke bei den Schulmannschaften. Andere Sportarten wie der Fußball hätten es da ein weinig einfacher.

Das Ereignis des Jahres

Lehrer Christian Schweig, der mit Kollegin Nicole Kasper-Schug und Victoria Leiner-Paulus die Turnieraufsicht hatte, bestätigte die Ansicht. „Ich weiß nicht genau, womit das zusammenhängt“, sagte der 41-Jährige aus Kirkel-Limbach, „aber früher hatte unsere Schule in der Breite sehr viel mehr Mannschaften. Bei den älteren Handballern konnten wir diesmal nur ein Team stellen.“

Für die jüngeren Spieler sei das städtische Schulderby trotzdem immer das „Ereignis des Jahres“ , meinte Anja Schimmel. „Es war ein schönes Spiel“, sagte sie zum 10:7-Erfolg ihrer Truppe. „Da war unsere Abwehr noch nicht ganz einspielt“, stellte Zehntklässler Vicent Kroner fest, der die Helmholtz-Jungs zusammen mit seiner Stufenkollegin Emma Wenzel betreute. „Und Simon Okafor war in dem Spiel einfach sehr sehr gut“, erkannte er dessen Leistung neidlos. Gegen die IGS Bertha-von-Suttner lief es dann beim 11:5-Sieg schon deutlich besser. Derweil lieferten sich die gerade nichtaktiven Spieler aus Zweibrücken und Kaiserslautern laute Anfeuerungsduelle für die Teams aus ihrer Stadt.

Im Stadtderby des Zweibrücker Hofenfels-Gymnasiums (in Blau) gegen das Helmholtz-Gymnasium trifft Simon Okafor zum 7:6 für das H
Im Stadtderby des Zweibrücker Hofenfels-Gymnasiums (in Blau) gegen das Helmholtz-Gymnasium trifft Simon Okafor zum 7:6 für das HFG, Maximilian Dury (links) und Finn Burgard können ihn nicht aufhalten.

Dass in Kaiserslautern noch mehr Schulen auf die Spieler eines Vereins zurückgreifen, war unschwer erkennbar: Die Teams des Heinrich-Heine- und des Hohenstaufen-Gymnasiums spielten gleich schon in Trikots des TuS KL-Dansenberg. Da ist die Personaldecke dann naturgemäß noch dünner, teilweise sind Spieler im Einsatz, die gar nicht Handball im Verein spielen. Aber so ist das bei „Jugend trainiert für Olympia“ ja durchaus auch gedacht.

Für das mit vier Siegen in vier Spielen erfolgreiche Hofenfels-Gymnasium spielten: Niklas Wolf und Michel Rottländer im Tor – Moritz Orth, Julius Sattler, Fynn Hofmayer, Nic Steppan, Mats Wolf, Finn Wolf, Roman Reiter und Simon Okafor. Für das Helmholtz-Team waren im Einsatz: Levi Müller, Paul Aschenbrenner im Tor – Phil Bernhard, Finn Burgard, Maximilian Dury, Fred Eckerlein, Luka Pesic, Hendrik Rauch, Jannis Sonntag und Pascal Wilhelm. Das Hofenfels- und das Hohenstaufen-Gymnasium qualifizierten sich für die nächste Runde.

Ergebnis

  • Spiele mit Zweibrücker Beteiligung: HFG - HHG 10:7, HFG - Heinrich-Heine-G. 15:11, HFG - IGS 17:3, HFG - Hohenstaufen-G. 17:4; HHG - Hohenstaufen-G. 12:7, HHG - IGS 11:5, HHG - Heinrich-Heine-G. 7:10

  • Tabelle: 1. Hofenfels-Gymnasium 8 Punkte, 2. Hohenstaufen-Gymnasium 6 Punkte, 3. Helmholtz-Gymnasium 4 Punkte, 4. Heinrich-Heine-Gymnasium 2 Punkte, 5. IGS Bertha-von-Suttner 0 Punkte.
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