Zweibrücken Jetzt auch Meistersause zu Hause

Er geht: Die VTZ-Allzweckwaffe Moritz Baumgart wird Trainer in Rodalben.
Er geht: Die VTZ-Allzweckwaffe Moritz Baumgart wird Trainer in Rodalben.

«ZWEIBRÜCKEN.» Der Meister gibt sich die Ehre, heißt es heute Abend in der Westpfalzhalle: Die VT Zweibrücken-Saarpfalz, Titelträger der RPS-Handball-Oberliga, erwartet heute zum letzten Heimspiel ab 18 Uhr den abstiegsbedrohten TV Bitburg und möchte endlich auch zu Hause in eigener Halle richtige Meistergefühle aufkommen lassen.

„Klar ist es immer schöner, wenn man in eigener Halle Meister wird. Aber wir sind froh, dass wir es am Samstag in Friesenheim geschafft haben“, sagt VTZ-Trainer Danijel Grgic und ergänzt: „Ziel erreicht. Jetzt kommt die Zugabe.“ Dass die Meisterschaft bereits gebührend gefeiert wurde, ließ Grgic schmunzelnd vor dem Donnerstagtraining anklingen: „Ich muss mal schauen, in welchem Zustand die Jungs sind.“ Die obligatorische Bierdusche nach dem Titelgewinn in Friesenheim verpassten die Spieler Co-Trainer Marek Galla. Ohnehin sei der Titelgewinn ein Beweis dafür, „dass wir als Trainerteam viel richtig gemacht haben, dass es gepasst hat“, hebt Grgic die Zusammenarbeit mit Galla und Torwarttrainer Kai Schumann hervor. Dass sich die Mannschaft nach der längeren Meisterparty gegen Bitburg wieder von ihrer besten Seite zeigen wird, davon ist er überzeugt. „Wir können jetzt befreit aufspielen, weil dieser Druck weg ist. Aber natürlich haben wir noch Ziele. Zu Hause ungeschlagen bleiben zum Beispiel“, sagt Grgic. Und man wolle sportlich fair bleiben. „Für Bitburg geht es noch um den Abstieg. Wir wollen uns nichts vorwerfen lassen“, macht er klar. Das Hinspiel hatte die VTZ mit 26:22 für sich entschieden. Bitburg, das der Ex-Spieler des SV 64 Zweibrücken, Florian Enders, trainiert, rutschte durch eine Negativserie in den vergangenen Wochen auf einen möglichen Abstiegsrang. Seit neun Spieltagen wartet der TVB schon auf einen doppelten Punktgewinn. Letztes Heimspiel, das heißt auch für einige Spieler tschüss sagen, die kommende Runde nicht mehr das VTZ-Trikot tragen. „Auch von diesen Jungs wird sich der ein oder andere sicher mit einer guten Leistung von den Fans verabschieden wollen“, prophezeit Grgic. Zum Beispiel Moritz Baumgart, die Allzweckwaffe. Wo es fehlte, spielte „Mo“. Was die Einstellung und die Fitness anbelangt, gehörte Baumgart mit zu den Musterschülern. „Ich würde mich schon freuen, wenn es mir gelungen ist, ihm ein paar Dinge zu vermitteln, die er als Spieler und Trainer mitnimmt“, sagt Grgic. Baumgart wird Spielertrainer beim Pfalzligisten TS Rodalben. Medizinstudent und VTZ-Linksaußen Matthias Mohn zieht es studienbedingt ins Ausland: Schweiz statt Dritte Liga heißt es künftig für ihn. Studium und der Mehraufwand, der zu betreiben wäre, um in der Dritten Liga zu spielen, lassen sich aus Sicht von Dominik Rifel nicht unter einen Hut bringen. Deshalb kehrt der Spieler, der sein Potenzial immer wieder aufblitzen ließ, zur HG Saarlouis zurück, möchte dort in der zweiten Saarlandliga-Mannschaft spielen. Philipp Mägel hängt die Hanbdallschuhe an den Nagel, er plagte sich in dieser Saison oft mit Verletzungen. Torwart Rouven Latz wechselt zum Saarlandligisten SGH St. Ingbert. Wohin es Lars Scholly nach einem VTZ-Jahr zieht, hat er noch nicht gesagt.

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