Zweibrücken
In Zweibrücken und Contwig ist Bauland am teuersten
Die Preise ermittelt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte. Zuletzt geschah dies vor zwei Jahren. Das teuerste Pflaster ist demnach die Gemarkung Zweibrücken, also die Kernstadt. Dort kostet der Quadratmeter 155 Euro. Es folgt der Stadtteil Bubenhausen mit bis zu 140 Euro pro Quadratmeter. Auch in den übrigen Stadtteilen werden laut Gutachterausschuss mittlerweile dreistellige Quadratmeter-Preise aufgerufen: 130 Euro (Rimschweiler), 120 Euro (Ixheim) sowie 110 Euro in Hengstbach und 100 Euro in Mittelbach.
„Ausschlaggebend für die Attraktivität und damit auch für den Preis bei Neubaugebieten ist die Lage und Verkehrsanbindung. Der Trend zu möglichst ebenen Bauflächen bleibt und wegen des sinkenden Angebots in Wohnbaugebieten werden auch die Mischgebiete für Bauwillige wieder interessant“, heißt es in einer Mitteilung des Ausschusses. Folge: Auch die Grundstückspreise in Mischgebieten sind angestiegen, teilweise sogar um 20 Prozent.
Contwig mit Abstand die teuerste Gemeinde
Um die Preise zu ermitteln, hat der Ausschuss die Grundstücksgeschäfte der Jahre 2018 und 2019 unter die Lupe genommen. In der Südwestpfalz wurden demnach 342 Grundstücke verkauft, in Pirmasens 49 und in Zweibrücken 65. Für Zweibrücken sind das 20 Geschäfte mehr als im vorherigen Betrachtungszeitraum, den Jahren 2016 und 2017.
Im Zweibrücker Umland liegt das im Vergleich teuerste Bauland auf den Gemarkungen Contwig (130 Euro pro Quadratmeter) und Bechhofen (115 Euro). Spitzenreiter im gesamten Landkreis sind Hauenstein und Dahn, wo Bauland pro Quadratmeter 150 Euro, respektive 135 Euro kostet. „Im übrigen Landkreis bewegen sich die Preise zwischen 50 und 70 Euro pro Quadratmeter für Wohngebiete“, heißt es vonseiten des Gutachterausschusses.
Je näher die Autobahn, desto teurer das Bauland
Die Preissteigerung für Bauland sei im Landkreis „nicht einheitlich“ gewesen. In den beiden Verbandsgemeinden Dahner Felsenland und Rodalben blieben die Preise stabil, in Hauenstein dagegen wurde ein Zuwachs um 15 Prozent registriert. In der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land stiegen die Preise etwas schwächer an, zwischen zehn und 13 Prozent, teilen die Gutachter mit. Weil im Neubaugebiet Contwig in den vergangenen beiden Jahren sehr viele Baugrundstücke verkauft wurden, liegt die dazugehörige Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land mit 88 Verkäufen an der Spitze der Grundstücksverkäufe im Landkreis.
Im Preis für Grundstücke in Neubaugebieten schlagen sich laut Gutachterausschuss „Lage, Verkehrsanbindung und das Arbeitsplatzangebot“ nieder. So lasse sich oft zwischen zwei direkt benachbarten Orten ein „starkes Gefälle im Bodenrichtwert“ beobachten: „Jeder Kilometer entfernt vom nächsten Autobahn- oder Bundesstraßenanschluss drückt sich direkt im Bodenrichtwert aus“, meinen die Gutachter und nennen als Beispiel den Ausbau der A 62 und den nahe gelegenen Ort Hermersberg, wo Bauland vor zwei Jahren noch 90 Euro pro Quadratmeter kostete, nun aber 110 Euro.
Auch die Scholle kostet mehr
Auch die Grundstückspreise für landwirtschaftliche Grundstücke sind laut Gutachterausschuss seit der letzten Erhebung angestiegen. Ackerland verteuerte sich um zehn Prozent, Grünland sogar um 17 Prozent. Auch bei Wald sei „erneut ein Aufwärtstrend zu verzeichnen“ gewesen: Die Preise zogen um 14 Prozent an.