Zweibrücken Im letzten Moment noch aufs Treppchen
«BUDWEIS.» Nach einer langen Pause ging für die Slalomkanuten der Wassersportfreunde (Wsf) Zweibrücken am Wochenende das Wettkampfprogramm weiter. Im tschechischen Budweis fanden die letzten beiden Rennen des U18-Deutschland-Cup statt. Wsf-Kanute Ulf Jung belegte einen starken dritten Platz in der Abschlussrechnung.
In der Serie werden jedes Jahr über vier Wettbewerbe Deutschlands beste Slalomkanuten im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren ermittelt. Die Wassersportfreunde Zweibrücken waren mit den beiden Jung-Brüdern Ulf (18 Jahre) und Holger (16) in Budweis vertreten. Die beiden hatten sich vor Ort über die gesamte Woche auf die entscheidende Regatta vorbereitet. Allerdings lief es am ersten Wettkampftag bei Ulf Jung nicht nach Plan, er verpasste im stark besetzten Feld den Einzug ins Finale und beendete Tag eins nur auf dem zwölften Rang. Somit rückte die Aussicht, die Cup-Serie auf dem Podest zu beenden, in weite Ferne. Doch der 18-jährige Abiturient des Immanuel-Kant-Gymnasiums Pirmasens zeigte einmal mehr, dass er Vollblutsportler mit professioneller Einstellung ist. Punktgenau leistete er sich sonntags im letzten Rennen nahezu keinen Fahrfehler, fuhr auf den dritten Rang. Das brachte ihm letztlich diese Platzierung doch noch im Endergebnis des U18-Cups. Ulf Jung zeigte somit wie schon im vergangenen Jahr, dass er zu Deutschlands besten Slalompaddlern gehört. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Holger trat am späten Sonntagabend ebenfalls zufrieden die weite Heimreise an. Samstags beendete er das Rennen hauchdünn hinter seinem Bruder Ulf auf Rang 13. Auch am Sonntag konnte er seine momentan gute Form noch mal eindrucksvoll unter Beweis stellen und landete auf Platz 14. Holger Jung unterstrich damit nachhaltig, dass mit ihm in den kommenden beiden Jahren, in denen er noch beim U18-Deutschland-Cup starten darf, zu rechnen ist. Lediglich das erste Rennen im österreichischen Lofer im Frühsommer, in dem er nicht so gut abgeschnitten hatte, machte ihm in Sachen Gesamtwertung einen Strich durch die ansonsten gute Rechnung: Im Gesamtklassement landete er „nur“ auf Rang 23 der insgesamt 65 Starter.