Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Ich bin der Meinung, dass Zweibrücken bisher besonnen auf Corona reagiert.

Georg Altherr
Georg Altherr Foto: Steinmetz

Ja, es stimmt: In Zweibrücken kann man nirgendwo mehr Mundschutzmasken kaufen. Ja, es stimmt: In den Zweibrücker Drogeriemärkten sind auch Desinfektionsmittel jeglicher Art ausverkauft. Und ja, es stimmt: Auch bei uns verbreiten Unterbelichtete via Whatsapp oder Internet Falschmeldungen, wonach es auch in Zweibrücken Corona-Erkrankte gebe oder Contwig komplett unter Quarantäne stehe.Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass Zweibrücken über kurz oder lang tatsächlich seinen ersten Corona-Fall verzeichnen wird. Aber das ist kein Grund, in Panik zu verfallen, die Geschäfte leerzukaufen und sich daheim zu verbarrikadieren.

Corona ist eine Virus-Erkrankung wie andere auch. Sie verläuft meistens so harmlos wie eine Erkältung. Und: Man kann sich schützen, wenn man ein paar einfache Verhaltensregeln befolgt.

Das Tückische an der Krankheit ist die lange Ansteckungszeit. Wer vor zehn Tagen auf der Fasenacht einen Infizierten geküsst hat, der wird wahrscheinlich erkranken. In dem Fall nützt jetzt auch der literweise Einsatz von Sagrotan nichts mehr.

Es beruhigt, dass sich die große Mehrheit der Zweibrücker besonnen verhält. In den Supermärkten gibt’s noch Lebensmittel zu kaufen. Auf den Straßen, in den Schulen und Fabriken sind noch Menschen zu sehen, so viele wie sonst auch.

Die Vernunft siegt, wenn sich jeder gründlich informiert und nicht gleich auf jedes Gerücht hereinfällt. Die Vernunft wird weiter auf der Siegesstraße bleiben, wenn Zweibrücken seine ersten Corona-Fälle gründlich, aber ruhig und gelassen behandelt.

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