Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Homburger Automobilclub hofft auf viele Helfer für sein 47. Bergrennen

HAC-Pressesprecher Thomas Bubel freut sich darauf, dass das Bergrennen wieder starten kann.
HAC-Pressesprecher Thomas Bubel freut sich darauf, dass das Bergrennen wieder starten kann.

Am Wochenende 9./10. Juli kann der Homburger Automobilclub (HAC) endlich wieder die 47. Auflage seines Bergrennens von Homburg nach Käshofen veranstalten. Spannend wird dabei für den Verein nicht nur das Renngeschehen sein, sondern auch die Beantwortung der Frage, wie sehr sich die Mitglieder engagieren.

„Das Bergrennen ist nur mithilfe von 180 Helfern zu stemmen“, erzählt Thomas Bubel, Pressesprecher des HAC. Das ist eine beeindruckende Zahl an Frau- und Manneskraft, auf denen das Renngeschehen am zweiten Juli-Wochenende ruht. Dabei geht es allerdings nicht nur um Arbeiten, die die HAC-Mitglieder leisten müssen, sondern um das Gesamtbild einer solchen Veranstaltung.

Zum Beispiel müssen genug Sportwarte gefunden werden, die die Posten entlang des Käshofer Berges auf der Landstraße 462 besetzen. Dabei geht es nicht nur darum, im Falle einer Rennunterbrechung schnell mal mit der roten Fahne zu wedeln oder nach einem Dreher etwas Dreck wegzukehren. Auch Unfallspuren müssen, bis hin zu Wracks, professionell beseitigt werden. Das kann in der Regel nur Fachpersonal, dass der HAC auch von außerhalb für sein Rennen gewinnt. Zu den Helfern gehören zudem Leute von den Käshofer und Homburger Feuerwehren, der Rettungsdienst, die Rennleitung, diejenigen, die für die Streckenbeschallung zuständig sind, das Team an der Ampel, Sportkommissare und noch viele mehr. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Ehrenamtler.

Zum Kosten sparen: Kleineres Festzelt gebucht

Die Helfer des HAC sind oft weniger prominent und meist hinter den Kulissen tätig; Tage vor und nach dem Rennen. So muss die Strecke samt Sicherung der Zuschauer auf- und abgebaut werden. Karten müssen verkauft, Zuschauer kontrolliert werden. Hierfür gibt es keinen Applaus, obwohl auch diese Beiträge zum Gelingen enorm wichtig sind. Das gilt vor allem für den Kartenverkauf.

Denn neben personellen Sorgen drückt den HAC auch die Finanzierung seines Rennens. Um Geld zu sparen, haben die Motorsportler erstmals ein kleineres Festzelt gebucht. „Das ist aber trotzdem teurer als früher“, merkt Thomas Bubel an. Und um noch mehr Kosten einzusparen, verzichtet der HAC auf ein früheres Markenzeichen seines Rennens: Der Rennstreckenbus, aus dem sich die Teilnehmer bisher ihre Papiere und weitere Unterlagen abholen konnten, wird durch einen Container ersetzt. Viele andere Dienste sind ebenfalls teurer geworden. So kostet auch der Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes 1000 Euro mehr als zuvor. Von daher ist jede freiwillig helfende HAC-Hand für den Verein besonders wertvoll.

Beton-Elemente statt Reifen zur Streckensicherung

In der Regel klappt das vor und während des Rennens recht gut. Nach dem zugegebenermaßen anstrengenden Rennwochenende wird die Zahl der Freiwilligen, die beim Abbau helfen wollen, aber überschaubarer. „Und unsere Mitglieder werden auch nicht jünger“, stellt Bubel fest. Wie viele HACler sich nach den Pandemiejahren nun an den Arbeiten beteiligen werden, ist auch wenige Tage vor der Veranstaltung ungewiss. „Wir werden es sehen“, meint Bubel erst einmal gelassen.

Immerhin gibt es beim Rennstreckenbau, der an diesem Wochenende beginnt, eine wesentliche Erleichterung: Denn der erfolgt nicht mehr alleine mithilfe von Reifen, die mühselig ab- und aufgeladen und mit Stahlseilen verbunden werden müssen. Der HAC ersetzt diese zum Teil erstmals durch Beton-Elemente. „Wir haben eine Menge davon gekauft, die wir zum Beispiel am Streckenabschnitt Brückchen in Rennrichtung rechts aufstellen werden. Am Start stehen sie schon. Falls da ein Fahrzeug abbiegen sollte, sind die Zuschauer damit besser geschützt“, erklärt Bubel.

Grasbahnrennen keine Konkurrenz

Eine für Motorsportfreunde möglicherweise ärgerliche Terminkollision bereitet dem Pressesprecher hingegen weniger Kopfzerbrechen, als man vermuten könnte. Das Bergrennen findet nämlich zeitgleich mit dem Zweibrücker Grasbahnrennen auf der Rennwiese statt. Als Automobilsportfan geht Bubel aber eher selten auf ein Motorradrennen, „und auf ein Grasbahnrennen erst recht nicht. Ich gehe lieber auf die Rundstrecken oder schaue mir eine Rallye an“. Bubel glaubt: „So denken Automobilsportler in der Regel. Und ich denke, das ist bei den Grasbahnfans genauso.“

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