Zweibrücken Homburg: IG Metall-Chef Jörg Hofmann fordert staatliche Berufsschulen für Qualifizierungen
Bei der Bezirkskonferenz der IG Metall Mitte im Homburger Schlossberg-Hotel hat der IG- Metall-Bundesvorsitzende Jörg Hofmann am Mittwoch den Ausbau der jetzigen staatlichen Berufsschulen zu regionalen Berufsbildungszentren für die Qualifizierung auch langjähriger Beschäftigter gefordert. Es sei absehbar, dass im Zuge der Digitalisierung, die Deutschland vor einen Strukturwandel stelle, im Saldo Tausende Arbeitsplätze wegfallen würden, Tätigkeiten fänden einfach keine Anwendung mehr. Mitarbeiter stünden vor der beruflichen Neuorientierung. Das deutsche Bildungssystem sei gut in der Erstausbildung, nicht aber in der nun erforderlichen Qualifikation. Die Menschen durch Bildung im Erwerbsleben zu halten, sei auch eine staatliche Aufgabe, so Hofmann. Die erforderliche Transformation der Arbeit in die Ära der Industrie 4.0 zu gestalten, war Leitthema der jährlichen Bezirkskonferenz. 83 Delegierte, Vertreter von 315.000 Gewerkschaftsmitgliedern aus Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, diskutierten in Homburg. Zu Gast war unter anderen die Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD).