Zweibrücken Holger Jung Neunter bei Schüler-DM
Arnsberg. Holger Jung von den Wassersportfreunden (Wsf) Zweibrücken wollte am Wochenende bei den deutschen Schülermeisterschaften im Kanufahren unter die besten Zehn kommen. Das gelang dem 13-Jährigen aus Höheischweiler mit dem neunten Rang bei der DM in Neheim-Hüsten in Nordrhein-Westfalen.
Am Samstag, dem ersten Wettkampftag, hatte Nachwuchs-Bundestrainer Thomas Küfner für die A-Schüler in Arnsberg im Hochsauerlandkreis eine relativ leichte Strecke auf der Ruhr gehängt. Mit Rang zehn deutete Jung da bereits an, dass mit ihm zu rechnen ist. Im Halbfinale am Sonntagmorgen starteten dann die besten 35 Kanuten der ursprünglich 55 Sportler, der Parcours war jetzt deutlich anspruchsvoller und schwieriger. Um ins Finale zu kommen, musste der Höheischweilerer unter die Top Ten paddeln, das gelang ihm mit einem blitzsauberen und sehr schnellen Lauf. „Ich habe das Holger von vorneherein zugetraut. An dem Lauf gibt es eigentlich kaum noch was auszusetzen“, kommentierte Wsf-Trainer Sebastian Zehfuß dessen im Halbfinale. Jung selbst ergänzte: „Jetzt habe ich mein Ziel Finale schon geschafft und kann ganz entspannt mein Schlussrennen paddeln.“ Sprach’s, setzte sich in sein Slalomboot und fuhr tatsächlich ein gutes Finalrennen, wobei eine strittige Torrichterwertung (zwei Strafsekunden) dafür sorgte, dass er Neunter und nicht Sechster wurde. Jung freute sich, dass er nun in zwei Wochen bei den deutschen Jugend- und Junioren-Meisterschaften in Markleeberg mitfahren darf. Auch in einer vereinsübergreifenden Mannschaft konnte Holger Jung mit seinen Sportsfreunden Jana-Elisa Bartsch (RKV Bad Kreuznach) und Enrico Dietz (VfL Bad Kreuznach) einen starken siebten Platz einfahren. Bei den jüngeren B-Schülern kamen die Wsf-Fahrer Simon Schiel und Cedric Halm auf die Plätze 24 und 27 unter 44 Kanuten. Der elfjährige Pirmasenser Schiel und der ein Jahr ältere Zweibrücker Halm pushten sich gegenseitig zu guten Leistungen. Im ersten Lauf war Halm Schiel noch um eine Nasenlänge voraus. Im zweiten Lauf verbesserten sich beide, letztlich landete Schiel drei Plätze vor Halm. Trainer Zehfuß gewinnt der Konkurrenz der beiden durchaus Positives ab: „Es wird beiden helfen, sich weiter zu entwickeln. Cedric Halm hat mit dem tollen Ergebnis endgültig Lunte gerochen im Wettkampfsport und wird hoffentlich sein Training im Hinblick auf die kommende schwere A-Schüler-Saison intensivieren.“ Im Mannschaftsrennen verwirklichte Wsfler Simon Schiel doch noch seinen Wunsch, unter die besten 20 in Deutschland zu paddeln: Gemeinsam mit Jeremy Dirven und Paul Segl fuhr er in einem schönen Lauf auf Platz 20 und rundete das tolle Ergebnis der Wsf-Paddler ab. (rhp)