Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Hilfsangebote in Zweibrücken: Einkaufen, Gassigehen und die Straße kehren

Die einen gehen einkaufen und zur Apotheke, die anderen zum Blutspenden: Vergangenen Freitag bildeten sich Schlangen vor dem Blu
Die einen gehen einkaufen und zur Apotheke, die anderen zum Blutspenden: Vergangenen Freitag bildeten sich Schlangen vor dem Blutspende-Lokal in Althornbach (links). Das Blut werde derzeit dringend gebraucht, sagte Wolfram Hartzendorf, Bereitschaftsleiter des DRK Hornbach.

Wer einer Risikogruppe angehört, sollte sich vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Für sie ist das noch wichtiger als für andere. Daher wird gerade älteren Menschen und jenen mit Vorerkrankungen geraten, die eigenen vier Wände nur zu verlassen, wenn es nicht anders geht. Aber was tun, wenn die Lebensmittel knapp werden oder das wichtige Medikament in der Apotheke wartet?

Der häufigste Aufruf in Zeiten der Corona-Pandemie: „Bleibt bitte zuhause“. Für die Risikogruppe, also Menschen mit Vorerkrankungen oder für Ältere, ist das essenziell. Damit sie nicht raus müssen, zum Einkaufen, zur Apotheke oder zur Post, gibt es immer mehr Hilfsangebote. Viele Vereine und Organisationen in der Region bieten kostenlos Dienstleistungen für die Risikogruppen an.

Lieferdienst, Straße kehren und Gartenschnitt

Gemeinsam mit der Kirchengemeinde bietet die Gruppe „Winterbach hilft“ Unterstützung in Winterbach an. Laut Pfarrer Tilo Brach gehört nicht nur ein Lieferdienst dazu, sondern auch ein Fahrdienst zum Arzt, Besorgungsfahrten, etwa zum Amt, und andere Hilfe, wie Straße Kehren, Gartenschnitt oder Gassigehen. Den Lieferdienst bieten die freiwilligen Helfer gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, dem Cap-Markt und der Heinrich-Kimmle-Stiftung an. Die Fäden vor Ort laufen bei Brach zusammen: Wer den Dienst in Anspruch nehmen möchte, solle sich bei ihm unter 06337/358 melden. Die Bestelllisten des Cap-Markts, auf denen Hygieneartikel und Lebensmittel stehen, verteilen die Ehrenamtlichen im Ort und holen sie ausgefüllt ab. Die Bestellungen werden anschließend von Cap-Markt-Helfern gepackt und gesammelt ins Gemeindehaus gebracht. Von dort aus werden sie an die Haushalte verteilt. „Wie viel wir helfen können, kommt auf die Menge der Helfer an“, sagt Brach. Momentan seien acht Helfer in der Gruppe mehr seien erwünscht. Wer helfen möchte, solle sich bei Katja Opitz unter 0162/6163745 melden.

Desinfektionsmittel stehen hoch im Kurs

Auch in Rieschweiler-Mühlbach gibt es ein Helferteam für den Einkaufsdienst, Botengänge und für kurzfristige Kinderbetreuung. Rund 20 Helfer haben sich organisiert und seit vergangenem Freitag schon erste Erledigungen absolviert. Hoch im Kurs dabei: Desinfektionsmittel und Einkäufe. „Organisiert sind wir in einer Whatsapp-Gruppe. Kommt eine Anfrage bei mir an, leite ich das weiter“, berichtet Emil Schröder, der die Dienste koordiniert. Bisher seien es knapp ein halbes Dutzend Anfragen gewesen, Schröder rechnet damit, dass es noch mehr werden: Die seit dem Wochenende verschärften Ausgangsbedingungen spielten dabei mit Sicherheit auch noch eine Rolle. Der Dienst wurde von der Ortsgemeinde in Zusammenarbeit mit dem Ortsverein Schwarzbachtal des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ins Leben gerufen. Die ersten Anfragen bezogen sich laut Schröder auf Desinfektionsmittel. Wer Hilfe braucht oder anbieten möchte, kann sich bei Emil Schröder unter 06336/5873 von 8.30 bis 18 Uhr melden. Auch per E-Mail an e-schroeder@drk-schwarzbachtal.de nimmt er Anfragen entgegen.

Freie Wähler gehen in Supermarkt und Apotheke

In Dellfeld ist es eine Gruppe der Freien Wähler, die Hilfe anbietet: Die Ehrenamtlichen bieten an, Lebensmittel in Kooperation mit dem Penny-Markt in Zweibrücken zu besorgen und Rezepte in der Apotheke einlösen. Wer über 65 Jahre alt ist oder einer Corona-Risikogruppe angehört, könne sich montags, mittwochs und freitags zwischen 9.30 Uhr und 11 Uhr bei Kerstin Preyer unter 06336/1528 melden. Die Wünsche sollen am folgenden Werktag erfüllt werden. Wer helfen möchte, könne sich ebenfalls unter der genannten Nummer melden.

Sportverein Battweiler: Einkaufen, Post, Apotheke

„Wir helfen uns gegenseitig“ heißt die Aktion des Sportvereins Battweiler (SVB). Auch sie bieten kostenlose Hilfe für Menschen an, die aufgrund des Virus besonders gefährdet sind. Dazu gehören Einkäufe, Gänge zur Post oder zur Apotheke, wie Organisatorin Dana Gruber auf Anfrage erklärt. Das Angebot gelte für Battweiler, Reifenberg, Winterbach und Niederhausen. Wer Hilfe braucht solle sich bei Luca Grunder unter 0174/9302555, Dana Grunder unter 0176/34931252 oder Max Buchholz unter 0162/1519367 melden. Auch Freiwillige, die gern selbst mithelfen möchten, können sich laut Grunder gern beim SV Battweiler melden.

Ortsvorstand bietet Hilfe für Risikogruppe

In Dietrichingen bietet der Ortsvorstand selbst Corona-Hilfe an. Laut Ortsbürgermeisterin Ulrike Vogelgesang sollen gesundheitlich Vorbelastete oder Menschen über 70 Jahre „den Kontakt zu anderen Personen aufs Minimalste beschränken“. Wenn Verwandte oder Nachbarn nicht helfen können, sollen sich die Menschen bei Vogelgesang unter 06338/9946007 melden. Einkäufe und andere Erledigungen könne der Ortsvorstand dann übernehmen. Wer gern selbst mithelfen möchte, könne sich ebenfalls melden. mit bld

Hilfe im Internet

Auch online wird Nachbarschaftshilfe angeboten: Unter www.nebenan.de, www.wirhelfen.eu oder unter www.netzwerk-nachbarschaftshilfe.de. Auch im sozialen Netzwerk Facebook wird Hilfe in Gruppen angeboten, etwa „Nachbarschaftshilfe Zweibrücken“.

Die einen gehen einkaufen und zur Apotheke, die anderen zum Blutspenden: Vergangenen Freitag bildeten sich Schlangen vor dem Blu
Die einen gehen einkaufen und zur Apotheke, die anderen zum Blutspenden: Vergangenen Freitag bildeten sich Schlangen vor dem Blutspende-Lokal in Althornbach (links). Das Blut werde derzeit dringend gebraucht, sagte Wolfram Hartzendorf, Bereitschaftsleiter des DRK Hornbach.
Die einen gehen einkaufen und zur Apotheke, die anderen zum Blutspenden: Vergangenen Freitag bildeten sich Schlangen vor dem Blu
Die einen gehen einkaufen und zur Apotheke, die anderen zum Blutspenden: Vergangenen Freitag bildeten sich Schlangen vor dem Blutspende-Lokal in Althornbach (links). Das Blut werde derzeit dringend gebraucht, sagte Wolfram Hartzendorf, Bereitschaftsleiter des DRK Hornbach.
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