Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Herren der VTZ Saarpfalz haarscharf am Unentschieden vorbei

VTZ-Linksaußen Kevin Hauck (beim Wurf) sucht seine Chance gegen den Dansenberger und früheren SV 64-Torwart Benedict Haubeil.
VTZ-Linksaußen Kevin Hauck (beim Wurf) sucht seine Chance gegen den Dansenberger und früheren SV 64-Torwart Benedict Haubeil.

Die Hand hatten sie fast an einem Punktgewinn, am Ende standen die Oberliga-Herren der VTZ Saarpfalz am späten Samstagabend in Kaiserslautern aber wieder mit leeren Händen da. Im Westpfalz-Derby bei der Dansenberger Zweiten zogen die Zweibrücker äußerst knapp den Kürzen. Ein VTZ-Spieler drehte an alter Wirkungsstätte groß auf.

In einem Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte, fiel die Entscheidung vor rund 100 Zuschauern in einer hektischen Schlussphase. Als Dansenbergs Abwehrchef Pascal Theuer das 25:24 (58.) erzielte, war noch nicht absehbar, dass dies der spielentscheidende Treffer war. Denn der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Ein vergebener TuS-Strafwurf durch Roman Bold nährte bei den Gästen die Hoffnung auf einen Punktgewinn, der anschließende Ballbesitz brachte aber nichts ein.

„Wir wollten auf jeden Fall über den rechten Rückraum noch mal zum Abschluss kommen, aber das hat leider nicht geklappt. Dieser Szene trauern wir natürlich nach. Allerdings haben wir das Spiel nicht am Schluss verloren, sondern bereits davor, als wir mit drei Toren in Rückstand geraten sind“, analysierte VTZ-Coach Philip Wiese. Ein Spieler, der da aus Zweibrücker Sicht den Unterschied hätte machen können, fehlte gesperrt: Tomas Kraucevicius. „In unserer Situation ist so ein Ausfall natürlich bitter. Bei unserer Kadergröße tut das gleich doppelt und dreifach weh“, stellte der Trainer klar.

Von Lauppert trifft fast nach Belieben

Die mit nur zehn Spielern angereisten Gäste konnten das erste Spiel nach der Winterpause lange offenhalten, auch weil Robin von Lauppert phasenweise nach Belieben traf. Mit 11/3 Treffern avancierte er an seiner alten Wirkungsstätte zum besten VTZ-Torschützen. Während beim Tabellenzwölften im Spiel nach vorne fast alles über den wurfgewaltigen Rückraumspieler lief, überzeugte der Vierte TuS Dansenberg II durch eine geschlossene Teamleistung. Dass den beiden bisherigen Torgaranten Timo und Marco Holstein aus dem Feld jeweils nur ein Treffer glückte, fiel dank der Treffsicherheit von Alexej Wetz (6) und Theuer (5) nicht ins Gewicht.

Am Ende wies der Spielberichtsbogen aufseiten der Dansenberger neun verschiedene Torschützen aus. Die Breite des Kaders erwies sich gegen dezimierte Zweibrücker als Faustpfand. Aber auch die Hausherren hatten den ein oder anderen Ausfall zu beklagen. So standen Kreisläufer Niklas Jung und die beiden mit einem Zweitspielrecht ausgestatteten Nachwuchs-Asse Ben Kölsch und Tobias Kurz nicht zur Verfügung. Sie waren beim TV Nieder-Olm in der A-Jugend-Bundesliga gefordert. Dafür gehörten mit Philipp Becker und Benjamin Jusufbegovic erstmals wieder zwei Spieler im Aufgebot, die zuvor verletzungsbedingt über Monate nicht eingesetzt werden konnten.

VTZ-Coach Wiese mit Einstellung des Rumpfteams zufrieden

Dansenberg hatte bis Mitte der ersten Halbzeit mehr vom Spiel (8:4/18.). Drei Treffer in Folge durch von Lauppert brachten die Gäste aber wieder in Schlagdistanz. Der ehemalige Dansenberger war es auch, der seine Farben kurz vor der Halbzeit erstmals überhaupt mit 12:11 (29.) in Führung warf. Auch für das zwischenzeitliche 16:15 (37.) war der 21-Jährige verantwortlich. Mit einem 4:0-Lauf zum 19:16 (43.) wendeten die Dansenberger das Blatt und steckten auch den Ausgleichstreffer zum 24:24 (58.) durch Hendrik Rolshausen weg, dessen Teamkollege Thomas Jung kurz darauf mit Roter Karte vom Platz flog. Dann traf Pascal Theuer zum 25:24 (12:12)-Heimerfolg.

„Von der Einstellung und vom Kampf her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ich bin optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden“, stellte Wiese klar. „Es war das erwartet schwere Spiel. Die vorgezogene Manndeckung gegen Marco Holstein hat uns vor große Schwierigkeiten gestellt. Letztes Jahr hätten wir so ein Spiel noch verloren“, meinte TuS-Coach Sebastian Wächter.

So spielten sie

TuS Kl-Dansenberg II: Haubeil (1), Seitz (n.e.), Norman Becker (n.e.) - Schulze (3), Wetz (6), Marco Holstein (1) - Dettinger (2), Timo Holstein (4/3) - Theuer (5) - Willger (1), Bold (2), Jusufbegovic, Becker, Benkel, Simgen

VTZ Saarpfalz: Dentzer, Klöckner (ab 50.) - Jung (3), Michel, von Lauppert (11/3) - Stauch (4), Hauck - Kreis (4) - Flockerzie, Rolshausen (2)

Spielfilm: 4:3 (10.), 8:4 (18.), 8:8 (22.), 12:12 (Halbzeit), 15:16 (38.), 19:16 (43.), 22:19 (49.), 24:24 (58.), 25:24 (Ende) - Zeitstrafen: 4:6 - Rote Karte: Jung (59.) - Siebenmeter: 5/3 - 3/3 - Beste Spieler: von Lauppert, Dentzer - Haubeil, Theuer - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Müller/Freiherr von Wolff (Osthofen/Saulheim).

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