Kein Drittliga-Handball am Samstag in Zweibrücken: Corona bestimmt auch im April den Spielplan. Das Top-Spiel in der Gruppe Mitte des Ligapokals zwischen dem ungeschlagenen SV 64 Zweibrücken und dem aktuellen Spitzenreiter TV Gelnhausen, wurde am Freitag abgesagt. Grund ist ein Corona-Fall beim TV Gelnhausen, ein Mitglied des Trainerstabs wurde positiv getestet. Die TVG-Mannschaft selbst wurde in der Folge sofort auf das Virus getestet. Alle Ergebnisse der Spieler waren negativ. Gelnhausen habe angeboten, am Samstag vor der Abfahrt noch mal zu testen, „aber für uns war unter den Umständen klar, dass wir die Partie nicht austragen, dass wir sie verschieben“, erklärte SV-Trainer Stefan Bullacher. Auch vor dem Hintergrund, dass Nachholtermine im Spielplan vorgesehen sind. Die Partie soll nun am 13. Mai, an Christi Himmelfahrt, ausgetragen werden. Es ist die zweite Partie in der Gruppe, die Corona-bedingt abgesagt werden musste: Auch das Spiel der HG Saarlouis gegen Bieberau-Modau kann wegen eines positiven Corona-Tests bei Saarlouis nicht angepfiffen werden.
Für die Zweibrücker wäre es das erste Heimspiel seit dem 10. Oktober gewesen. Und auch das erste Geisterspiel: Denn die Partie gegen Gelnhausen wäre ohne Zuschauer ausgetragen worden. Mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Pirmasens war im Vorfeld ein ganz enges Hygienekonzept abgestimmt worden. Abgesehen von den beiden Teams inklusive Betreuerstab und den Schiedsrichtern waren nur wenige Personen in der Halle zugelassen, die organisatorisch mit dem Spiel befasst gewesen wären. Zum Beispiel das Team, das die Übertragung auf sportdeutschland.tv realisiert hätte. Auch für die wenigen zugelassenen Pressevertreter hätte die Pflicht bestanden, einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorzuweisen.