Zweibrücken Handelfmeter, Rote Karten und ein Kraftakt mit verdientem Ende

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ZWEIBRÜCKEN. Die TSG Mittelbach-Hengstbach kam gestern im C-Klasse-Spiel gegen den SV Palatia Contwig II aufgrund einer kämpferisch starken zweiten Halbzeit zu einem Heimpunkt. Beim 3:3 (1:2) dominierten die Gäste den ersten Abschnitt, lagen zur Pause völlig verdient in Führung. Der Anschlusstreffer kurz vor dem Kabinengang setzte bei Mittelbach-Hengstbach aber Kräfte frei. In den zweiten 45 Minuten war die TSG die bessere Mannschaft.

Contwigs Trainer Philipp Wagner sprach von einer „Katastrophen-Halbzeit“, in der sich seine Truppe selbst um den Auswärtssieg gebracht habe. „Wir haben spielerisch und kämpferisch komplett versagt“, bilanzierte der Palatia-Coach schonungslos. Die Contwiger Mannschaft zeigte während der 90 Minuten tatsächlich zwei Gesichter. Im ersten Abschnitt hatte man wesentlich mehr Spielanteile als die Platzherren, die Wagner-Elf war kombinations- und abschlussfreudiger. Schon in den Anfangsminuten gab es Torraumszenen. Contwigs schneller Angreifer Cristian Pestes hatte in der fünften Minute die Führung auf dem Fuß, der gute einheimische Torsteher Nils Wachter war aber zur Stelle. In der achten Minute klärte der Keeper einen toll geschossenen Distanzfreistoß von Heiko Grünnagel zur Ecke, 30 Sekunden später war Wachter gegen einen Schuss aus halbrechter Position von Marius Schneider aber machtlos. Die Gäste setzten ihre Offensivbemühungen weiter fort, die Mittelbacher Abwehr hatte gut zu tun. Der in der sechsten Minute für den angeschlagenen Sascha Clauer gekommene Johannes Ehrmantraut markierte in der 23. Minute den zweiten Contwiger Treffer. Den Ball hatte ihm Jan Cantrup zugespielt. Die TSG Mittelbach wurde nach einer halben Stunde stärker im Spiel nach vorne, kam zu Torchancen. Auf Vorlage von Bülent Toprak hätte Sturmspitze Durmus Demirel mehrfach den Anschluss herstellen können, es gelang ihm aber erst Sekunden vor dem Pausenpfiff. Dieser Treffer war wie ein Weckruf für die TSG. Nach dem Wiederanpfiff war die Mannschaft von Spielertrainer Christian Arnold wesentlich bissiger. In der 52. Minute wurde der Einsatz belohnt. Einen langen Ball von Bülent Toprak verlängerte Sascha Zimmer zum verdienten Ausgleich. Das Spiel schien zu kippen, doch Contwig hatte noch etwas Energie im Leib. Nachdem TSG-Torwart Wachter einen Schuss von Kevin Preyer über die Latte gelenkt hatte, versuchte es Preyer nach einem Eckball von Michael Feyh noch mal mit dem Kopf. Diesmal saß der Ball. Der erneute Rückstand wurde von Mittelbach-Hengstbach mit steigendem Druck beantwortet. Die Platzelf wollte einen Punkt. Zunächst musste Nils Wachter aber einen von Heiko Grünnagel getretenen Handelfmeter halten, ehe die Schlussoffensive ins Rollen kam. Contwig schwächte sich durch zwei Gelb-Rote Karten (Meckern) selbst. In der Nachspielzeit legte Ercan Karadere von rechts in den Palatia-Strafraum, Durmus Demirel vollstreckte zum 3:3. Christian Arnold war froh, dass seine Elf Moral bewies. Dass man einem 0:2 hinterherrennen musste, sei natürlich nicht zufriedenstellend. So spielten sie TSG Mittelbach-Hengstbach: Nils Wachter – Arnold, Scherer, Ludwig, Costa Almeida – Karadere, Zimmer (85. Ertel), Toprak, Arslan (85. Jan Wachter), Paffenholz (76. Becker) – Demirel Palatia Contwig II: Hofrichter, Cantrup, Freyer, Schneider, Bärmann – Clauer (6. Ehrmantraut; 75. Dulisch), Feyh, Weber, Grünnagel – Preyer (59. Clauer), Peste Tore: 0:1 Schneider (8.), 0:2 Ehrmantraut (23.), 1:2 Demirel (44.), 2:2 Zimmer (52.), 2:3 Preyer (58.), 3:3 Demirel (90 + 1) – Gelbe Karten: Arnold, Demirel, Zimmer – Feyh, Freyer, Ehrmantraut – Gelb-Rote Karten: Cantrup (70.), Clauer (90.) – Beste Spieler: Nils Wachter, Toprak, Demirel – Grünnagel, Bärmann, Schneider – Zuschauer: 40 – Schiedsrichter: Herbert Allenbacher (SV Lautenbach). |bun

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