Zweibrücken
Handball: Zweibrückens SV 64 braucht neue Lösungen im Angriff
HANDBALL. Bockbierfest, Spitzenspiel und ein Derby, das Tradition hat: Die Fans dürfen sich am Samstag auf das Top-Spiel zwischen dem ungeschlagenen Tabellenführer der Handball-Oberliga, dem SV 64 Zweibrücken, und dem Tabellenvierten HF Illtal freuen (Anwurf: 18 Uhr, Westpfalzhalle). Anschließend laden die Zweibrücker zum Bockbierfest ein.
Gewinnen die Zweibrücker das Duell mit dem Verfolger, stellen sie den Startrekord in der Handball-Oberliga ein. Den halten derzeit noch der TV Hochdorf und die VT Zweibrücken-Saarpfalz gemeinsam. Hochdorf gewann in der Saison 2018/19 die ersten neun Saisonspiele, die VTZ war eine Runde zuvor in ihrem Meisterjahr 2017/18 neun Spiele vom Saisonstart weg ohne Punktverlust geblieben. Neun Mal in Serie zu gewinnen, wäre für den SV damit ein gutes Omen. Hochdorf und die VTZ stiegen nach ihren jeweiligen Traumstarts in die Dritte Liga auf.
Beim SV herrscht vor allem Vorfreude auf das Spiel. Es wird wieder mit gutem Zuschauerzuspruch in der Halle gerechnet und der beflügelte die Zweibrücker Mannschaft zuletzt immer. Mit Illtal lieferten sich die Zweibrücker schon einige denkwürdige Duelle, zuletzt zum Abschluss der vergangenen Runde ein richtiges Strategiespiel für Handballkenner, das der SV für sich entschied. Beide Mannschaften wechselten im Spielverlauf mehrfach die Taktik.
Illtal hat neuen Trainer
Die Vorzeichen haben sich ein klein wenig geändert, denn die Illtaler, die vor zwei Jahren die Erfolgsserie der VTZ stoppten, haben einen neuen Trainer: Marcus Simowski, früherer Bundesliga-Spieler in Niederwürzbach, hat die Nachfolge des langjährigen Illtaler Erfolgstrainers Steffen Ecker angetreten.
An die Zweibrücker Westpfalzhalle hat Simowski gute Erinnerungen. Vergangene Saison gastierte er mit dem TV Willstätt, den er damals trainierte, in der Westpfalzhalle und bescherte der VTZ in der Dritten Liga eine bittere Niederlage.
„Echte Herausforderung“
Dieses Mal soll die Westpfalzhalle aber wieder ein Ort sein, in dem die Zweibrücker einen Sieg feiern, haben sich die SVler fest vorgenommen. „Das wird eine echte Herausforderung“, sagt SV-Trainer Stefan Bullacher. Auch wenn sich der Trainer bei Illtal verändert habe, die erste Sieben auf dem Feld, „spielt weiter unverändert zusammen“, analysiert Bullacher.
Illtal komme mit dem Top-Rückraum der Liga verweist der SV-Trainer auf die Reihe mit Marcel Becker, Philipp Kockler und Christoph Holz. Diese zu bremsen, wird eine der Aufgaben sein, der sich die SV-Abwehr – aktuell die stärkste Defensive der Liga – stellen muss.
Illtal kann schnell umschalten
Im Angriff müssen die Zweibrücker Lösungen finden, um die sehr stabile Abwehr der Illtaler, die inklusive Torwart Robin Näckel das schnelle Umschaltspiel nahezu perfektioniert hat, zu überwinden.
„Es ist in jeder Hinsicht ein Top-Spiel“, unterstreicht Bullacher. Auf das vor allem zwei Rückkehrer im SV-Team, Tom Ihl und Tobias Alt, brennen werden. Beide spielten vergangene Saison noch in Illtal.
SV64-Vorbereitung nicht optimal
Während diese beiden Spieler fit sind, muss SV-Rückraumspieler Christopher Huber wegen einer Fußverletzung weiter pausieren. Tim Schaller wird beim SV wieder auf die zentrale Position im Rückraum wechseln und den Takt angeben. Marc-Robin Eisel übernimmt die linke Rückraumposition von Huber. Rechts ist Niklas Bayer gesetzt. Die Vorbereitung auf die Partie verlief aus SV-Sicht nicht optimal. Huber fehlte verletzungsbedingt, Polizist Benny Zellmer musste aufgrund seines Dienstplanes passen und einige Zweibrücker Spieler waren unterwegs, um mit Handball-Weltmeister Christian Schwarzer dessen 50. Geburtstag zu feiern.