ZWEIBRÜCKEN
Handball: VT Zweibrücken-Saarpfalz fegt Dillingen/Diefflen mit 33:15 aus der Halle
Im Tor der VTZ stand Alexander Dörr, der Diefflen-Schreck vom Hinspiel. Damals hatte er im zweiten Spielabschnitt seinen Kasten 25 Minuten am Stück sauber gehalten, keinen Gegentreffer zugelassen. Auch im Rückspiel machte er von Beginn an klar, wer dieses Duell für sich entscheiden würde: Erster Wurf Dillingen/Diefflen, erste Parade Dörr. Der Keeper war im Spiel.
Seine Vorderleute brauchten drei Minuten und zogen dann das Tempo an. Zweimal Tomas Kraucevicius aus dem Rückraum, ein Gegenstoß von Erik Zilincik und die VTZ war beim Stand von 3:1 in ihre Favoritenrolle hineingewachsen. Dank Dörr und einem zunächst treffsicheren Richard Wilga hieß es kurz darauf 6:3 für die VTZ.
Paetow spielt trotz Bänderriss
Weil die Zweibrücker, die auf den erkrankten Robin Schweitzer verzichten mussten und im Angriff etwas fahrig mit ihren Chancen umgegangen waren, brachte das Trainergespann Kai Schumann/Philip Wiese doch Top-Torjäger Tom Paetow. Trotz Bänderriss. Mit Bandage konnte Paetow spielen, erzielte prompt das 7:3.
Dass in der Folge die Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt wurden, verhinderte, dass Zweibrücken schon frühzeitig die Weichen auf Sieg stellte. „Nicht so früh den Abschluss suchen“, forderte Schumann.
Bis zum 7:5 (13.) durch Marvin Klein konnten die Gäste noch hoffen, dass sich ihr Vorhaben, etwas Zählbares aus Zweibrücken mitzunehmen, in die Tat umsetzen ließe. „Wir haben uns ein bisschen mehr erhofft“, bekannte HC-Trainer Sven-Malte Hoffmann und räumte ehrlich ein mit Blick aufs Spiel seiner Mannschaft: „Das war nicht viel“. Der Grund, warum die Gäste die Partie nicht offener gestalten konnten: „Die Angriffsleistung“, wusste Hoffmann, wo das Hauptproblem lag.
Gut vorbereitete VTZ-Abwehr
Die VTZ hatte sich aber auch gut auf den Gegner vorbereitet. „Man hat gesehen, dass wir die Achse Altmeyer-Simon gut im Griff hatten“, freute sich Schumann, dass die Abwehr das umgesetzt hatte, was in der Vorbereitung erarbeitet worden war. Den erfahrenen Oberliga-Spielern Andreas Altmeyer im Rückraum und Pascal Simon am Kreis, gelang in den 60 Minuten nicht ein Treffer.
Für ihn sei wichtig gewesen, „dass wir nahezu 60 Minuten konzentriert gespielt haben“, sagte Schumann. Gegen Budenheim hatte die VTZ nach 30 konzentrierten Minuten, komplett den Faden, den Fokus aufs Spiel verloren. Dieses Mal nicht. Auch nicht, als die Partie längst entschieden war. Das war sie spätestens zur Halbzeit. Ab Mitte der ersten Halbzeit konnte Dillingen/Diefflen dem Tempo der VTZ nicht mehr folgen. Bestes Beispiel: Dörr hält, passt auf den gestarteten Richard Wilga, der den Gegenstoß mit dem Treffer zum 11:6 (19.) abschloss. Nahezu alle Dillinger Spieler standen da noch in der Nähe des Zweibrücker Strafraums.
Drei VTZler parallel auf Strafbank
Zilincik per Gegenstoß, Paetow von ungewohnter Position vom Kreis oder von Linksaußen. Die VTZ traf jetzt. Martin Mokris setzte immer mal wieder Kreisläufer Dominik Rifel schön in Szene. Wiese/Schumann konnten schon früh mit dem Durchwechseln beginnen. Dillingen/Diefflen hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Auch nicht in der 36. Minute, als mit Paetow, Zilincik und Kraucevicius gleich drei VTZ-Spieler Strafzeiten verbüßten.
So spielten sie
VT Zweibrücken-Saarpfalz: Dörr, Klöckner (ab 50.) - Kraucevicius (6), Mokris (2), Rifel (5) - Brauns, Wilga (6)- Zilnicik (5) - Paetow (6), Stauch (1), Flockerzie, Mayer (1)
HC Dillingen/Diefflen: Jung, Robert - (ab 20.) Mrsic (1), Fidelak (2), Altmeyer - Senzig, Faller (9/3) - Simon – Klein (1), Sander (1), Wecker, Malsac (1)
Spielfilm: 7:5 (13,), 13:6 (23.), 17:7 (Halbzeit), 25:10 (42.), 31:12 (51.), 33:15 (Ende) - Siebenmeter: 0:4/3 - Strafzeiten: 7:3 - Beste Spieler: Dörr, Kraucevicius, Wilga - Faller - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Balagny/Frank (Bad Ems/Vallendar).