Zweibrücken
Handball: SV 64 Zweibrücken braucht noch zehn Siege zum Auftsieg
Die Zeit des Rechnens hat begonnen: „Noch zehn Siege“, hat Stefan Bullacher, Trainer des Handball-Oberligisten SV 64 Zweibrücken, ausgerechnet, benötigt seine Mannschaft, dann ist sie am Ziel: Meisterschaft und Aufstieg in die Dritte Liga. Der erste Sieg soll am Samstag beim HC Dillingen/Diefflen gefeiert werden (Anwurf: 19.30 Uhr).
Zwölf Spiele sind es noch. Während der SV 64 noch rechnet, kann Dillingen/Diefflen schon planen: für die Saarlandliga. Mit zwei Pluspunkten ziert der Aufsteiger abgeschlagen das Tabellenende. Der Plan der Dillinger, den Ex-VTZ-Spieler Sven-Malte Hoffmann nach dem Hinspiel in Zweibrücken entworfen hatte, ging nicht auf. Von Spiel zu Spiel etwas dazulernen und dann die knappen Spiele mal für sich entscheiden, so hatte Hoffmann, damals Co-Trainer, einen Weg aufgezeigt, wie Dillingen länger als eine Saison in der Oberliga spielen könnte.
Das klappte nicht. Mal verlor der Handballclub deutlich, mal gestaltete er die Partien eng, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Zuletzt bei der 23:26-Niederlage beim Tabellendritten SF Budenheim. Und das ohne einen ihrer besten, Tobias Kropf. Der wurde wegen einer Tätlichkeit im ersten Spiel des Jahres gegen Worms für sechs Spiele gesperrt.
Bullacher: Konzentriert spielen
Aber dieses Ergebnis ist für Bullacher ein klarer Hinweis darauf, dass man sich nicht auf die Tabelle verlassen dürfe. „Klar sind wir am Samstag haushoher Favorit. Aber wenn man nicht konzentriert zu Werke geht, kann das auch schief gehen“, warnt er. Wie zuletzt gegen Dansenberg II müsse gegen Dillingen/Diefflen mit Leidenschaft und Lust gespielt werden. Dann sollten die eingeplanten Punkte mitgebracht werden.
Zu Hause haben die Dillinger noch keinen Punkt geholt. Ihr Punktekonto füllten sie durch einen Sieg bei der HSG Eckbachtal. Dort darf nicht geharzt werden. Das durfte man in Dillingen auch lange nicht, zwischenzeitlich ist das Harzverbot aufgehoben. „Darüber freuen wir uns natürlich“, sagt Bullacher. Er wird die Spielanalyse wie nach dem Hinspiel mit Sven-Malte Hoffmann als Trainerkollege machen. Der bisherige HC-Trainer Thomas Schlink, den Hoffmann beim Hinspiel noch vertreten hatte, gab im Dezember sein Amt aus persönlichen Gründen ab. Hoffmann, der Mann mit dem feinen Händchen auf der rechten Außenbahn, dirigiert nun an der Seitenlinie.
Das Hinspiel hatte der SV 64 mit 41:19 gewonnen. Tim Schaller, dessen Formkurve wieder nach oben zeigt, und der stark spielende Niklas Bayer gehörten zu den Top-Torschützen.
Hinspiel mit „weißer Wand“
Besagtes Hinspiel war ein sehr emotionales Erlebnis. Knapp 1000 Zuschauer hatten den SV 64 bei einer großen Fan-Aktion angefeuert. Die Idee der „weißen Wand“, die die Fans des SV seither zelebrieren, hatte damals ihren Anfang genommen. „Die Unterstützung ist wirklich unglaublich“, sagt Bullacher, ist Woche für Woche beeindruckt. Auch in Diefflen darf sich der SV wieder lautstarker Unterstützung durch die Fans sicher sein. Denn Mannschaft und Fans wissen: Zehn Siege sind noch nötig.