Zweibrücken Handball: Sechs Zweibrücker haben mit sieben Budenheimer Feldspielern keine Probleme
Budenheim bleibt ein gutes Parkett für die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken. Am Samstag gewann der Tabellendritte aus der Rosenstadt das Top-Spiel beim Zweiten mit 24:21 (10:9). „Absolut verdient“, urteilte SV-Trainer Stefan Bullacher.
Damit holte sich Zweibrücken einen im Hinspiel verlorenen Punkt zurück und bringt noch mal Spannung in das Schlussdrittel der Saison. Jetzt ist sogar noch Platz zwei in der Endabrechnung drin. Auf dem Papier war es ein Spitzenspiel. „Auf dem Feld nicht“, analysierte Bullacher nüchtern. Es sei beiden Mannschaften anzumerken gewesen, dass sie Personalsorgen plagen, wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlen und manche Umstellung vorgenommen werden musste.
Zweibrücken kam sehr gut in die Partie, konnte mit Tom Grieser als neuem Kreisläufer in der Start-Formation gleich Selbstbewusstsein tanken. 5:1 führten die Zweibrücker nach sieben Minuten. Das fünfte Tor hatte Grieser erzielt. Entscheidenden Anteil am guten Beginn hatte Christopher Huber im linken Rückraum, den die Budenheimer Abwehr über 60 Minuten nicht in den Griff bekam. 1:0 Huber, 2:0 Huber, 3:0 Huber. Der Rückraumspieler bekam sichtlich Spaß am Spiel, traf achtmal und war am Ende doch ein Pechvogel. Kurz vor Abpfiff der Partie knickte er um. „Wir hoffen mal, dass es nicht allzu schlimm ist“, unterstrich Bullacher, dass die Zweibrücker nicht noch eine Hiobsbotschaft in Sachen Verletzungspech gebrauchen können.
Davon ließen sich die Zweibrücker aber nicht von der Siegesstraße bringen, schraubten ihre hervorragende Rückrundenbilanz auf 14:2-Punkte hoch. Nach dem Traumstart der Zweibrücker kamen die Gastgeber langsam besser ins Spiel. Gegen die SV-Abwehr kam Budenheim aber nicht wirklich zum Zug und setzte deshalb fast 45 Minuten lang auf den siebten Feldspieler. Das hielt die Budenheimer, denen im Spiel Sechs gegen Sechs gegen die SV-Defensive nichts einfiel, im Spiel. Bekanntlich taten sich die Zweibrücker in der Vergangenheit gegen sieben Angreifer immer mal schwer. Diesmal hielt die Defensive dem Druck von sieben Budenheimern stand. Sechs SV-Feldspieler gegen sieben Budenheimer Feldspieler, dieses Duell blieb bis zum 21:21 (55.) ausgeglichen. Dann traf Giona Dobrani zum 22:21 für den SV, Philipp Hammann erhöhte auf 23:21 – und Huber traf, bevor er umknickte, zum 24:21-Endstand.