Kanusport RHEINPFALZ Plus Artikel Höheischweilerin Britta Jung versilbert DM-Teilnahme dreifach

Das Siegerpodest im Einerkajak der Schülerinnen B bei den deutschen Kanumeisterschaften in Schwerte mit (von links) Wsf-Kanutin
Das Siegerpodest im Einerkajak der Schülerinnen B bei den deutschen Kanumeisterschaften in Schwerte mit (von links) Wsf-Kanutin Britta Jung aus Höheischweiler, in der Mitte der drittplatzierten Lilly Erschig sowie Siegerin Lina Hellmeier.

Wsf-Kanutin Britta Jung aus Höheischweiler sicherte sich bei der Schüler-DM ganz nervenstark drei Silbermedaillen. Ihr Bruder und Betreuer Holger Jung wusste genau, was die kleine Schwester leisten kann.

Da ist die vierstündige Heimreise aus dem nordrhein-westfälischen Schwerte ins heimatliche Höheischweiler am Sonntagabend sicher mehr als gut gelaunt vonstatten gegangen. „Ohne meinen Bruder Holger hätte ich es nicht geschafft“, sagte die zwölfjährige Britta Jung am Ende ihrer erfolgreichen Wettkämpfe bei den deutschen Meisterschaften in den Schülerklassen am Wochenende. Der 19-jährige Holger Jung hatte die beiden verhinderten Trainer der Wassersportfreunde Zweibrücken, Stefan Loch und Angel Perez, vertreten. Für die Schüler-DM im Kanuslalom hatten sich 174 Teilnehmer in der Altersklasse von zehn bis 14 Jahren aus ganz Deutschland qualifiziert.

Britta Jung hatte sich am Samstag bei den Schülerinnen B (zehn bis zwölf Jahre) sowohl mit dem Einer-Kajak (zwei Paddelblätter) als auch mit dem Einer-Canadier (ein Stechpaddel mit einem Blatt) souverän für die Halbfinals am Sonntag qualifiziert. Dabei hatte ihr geholfen, dass sie schon seit Dienstag vor Ort war und die Strecke auf der Ruhr mehrfach testen konnte. Zudem hatte sie am Freitagabend im Mannschaftswettbewerb (jeweils drei Boote gleichzeitig auf der Strecke) erste Erkenntnisse zu den Gegebenheiten sammeln können. Hier fuhr die Schülerin des Pirmasenser Immanuel-Kant-Gymnasiums zusammen mit dem Bad Kreuznacher Jan Zinner und dem Saarländer Noah Spratte bei den männlichen Schülern mit und landete auf Platz elf von 32 Teams. Sieger wurden die Jungs von Kanu-Schwaben Augsburg.

Im Canadier unerwartet, im Kajak zurückgekämpft

Am Sonntag wurde die Strecke für die Halbfinal- und Finalläufe erneut verändert. Im Halbfinale zeigte die Zwölfjährige, dass sie durch die DM-Teilnahmen in den vergangenen beiden Jahren viel Wettkampferfahrung gesammelt hatte. Sie blieb gelassen, kam im Kajak und Canadier jeweils unter die Top 10 und sicherte sich so einen Startplatz im Finale.

Obwohl der Canadier nicht ihre Paradedisziplin ist, war plötzlich ein Podestplatz in Reichweite. Der war aber nur mit einem fehlerfreien Finallauf zu erreichen. Sie setzte die Anweisungen ihres Bruders, wie sie fahren sollte, da genau um, und fuhr ohne Fehler hinter Lina Hellmeier vom gastgebenden KVS Schwerte auf Rang zwei unter fünf Starterinnen.

Auch Zweite in Kombinationswertung

Im Einer-Kajak war die Konkurrenz größer. Hier leistete sich die Vorjahresdritte drei Torstabberührungen im Halbfinale. Aber auch hier baute Holger Jung sie wieder auf. Und wie! Sie haute im Finale einen fehlerfreien Lauf raus – und war acht Sekunden schneller als noch im Halbfinale. Der Höheischweilerin gelang es dadurch, noch um Haaresbreite vor ihre Freundin Lilly Erschig aus Waldkirch auf den zweiten Platz zu fahren. Siegerin in diesem Kajak-Rennen war erneut Lokalmatadorin Lina Hellmeier.

Durch die zweiten Plätze sicherte sich Britta Jung zudem noch Platz zwei in der Kombinationswertung aus Kajak- und Canadier-Rennen.

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