Zweibrücken
Großsteinhausens Zweite lässt gegen Winterbacher Kicker zu viele Chancen aus
Die Binsenweisheit, wonach ein Plus an Spielanteilen nur was nutzt, wenn man auch seine Chancen effizient verwertet, bestätigte sich am Sonntagmittag auf dem Großsteinhauser Rasenplatz. Die Partie der C-Klasse West zwischen der zweiten Mannschaft des SVG und dem SC Winterbach ging mit 2:4 (0:1) an die Gäste, die Heimmannschaft trauerte nach dem Abpfiff einer Vielzahl vergebener Möglichkeiten nach.
Die Winterbacher Truppe spielte clever und verdiente sich den Auswärtsdreier, auch nach Ansicht von Großsteinhausens Trainer Michael Bär. „Winterbach hat sich diesen Sieg erarbeitet“, stellte der unterlegene Coach nach 90 nasskalten Minuten fest. Seine eigene Truppe habe es leider nicht verstanden, ihre Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Zu Beginn der Partie, die unter trostlosen äußeren Bedingungen und vor kargem Publikum stattfand, hätte wohl kaum jemand auf einen solchen Ausgang getippt.
Zimmermann am Ende der Kopfball-Stafette
Die Gastgeber waren bis Mitte der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft, erspielten sich ein halbes Dutzend guter Chancen. Ein Kopfball von Julian Winkler strich im Anschluss an einen Eckball am Winterbacher Kasten vorbei, anschließend verfehlte ein Winkler-Schuss aus halblinker Position das Tor. Auch Maximilian Bold und Niklas Noll hätten die Bär-Elf schon in der Anfangsphase in Führung bringen können, ihre Aktionen waren aber zu überhastet. Von Winterbacher Offensivfußball konnte erst nach etwa 20 Minuten ernsthaft die Rede sein. Jens Bäsel bediente Negjmedin Qela mit einem schönen Steilpass, der Großsteinhauser Keeper Sven Bastian war aber einen Tick schneller am Ball. Der Treffer zum Halbzeitstand fiel in der 28. Spielminute: Denis Zimmermann, gefährlichster Angreifer der Gäste, war die letzte Station einer Kopfball-Stafette, Torwart Bastian stand zu weit vorm Gehäuse. Wenig später hatten die Platzherren Riesenpech, als ein abgefälschter Kracher von Patrick Weber an der Latte endete.
Eingewechselter Gries trifft
Im zweiten Abschnitt wurde Winterbach noch aktiver nach vorne, in der 54. Minute bediente Denis Zimmermann Negjmedin Qela, der zum 2:0 traf. Die Großsteinhauser Truppe war schon etwas perplex, versuchte aber weiter, zum Torerfolg zu kommen. In der 71. Minute gelang Heiko Weber ein schöner Distanzschuss an Freund und Gegner vorbei zum 1:2-Anschluss. Auf Winterbacher Seite war inzwischen Fabian Gries für Bujar Beqiri gekommen, Gries machte seine Sache gut, bereitete den dritten Winterbacher Treffer sehenswert vor. Seine Vorlage nutzte Denis Zimmermann zum 3:1. Das vierte Gästetor besorgte Gries in der 83. Minute dann selbst.
Für die Platzherren blieben wenige Sekunden, bevor der gut leitende Schiri Marco Kochert zum Schlusspfiff ansetzte, nur noch eine Ergebnisverbesserung. Julian Noll bezwang den guten Winterbacher Keeper Martin Omozik, der zuvor eine Reihe toller Reflexe gezeigt hatte. Winterbachs Spielertrainer Benjamin Mayer war mit diesem Verlauf des Volkstrauertags voll zufrieden. „Es ist uns allerdings schon wieder nicht gelungen, zu Null zu spielen“, fand er dann doch einen Kritikpunkt.
So spielten sie
SV Großsteinhausen II: Bastian - Dominik Schmidt, Scherer (46. Doniat, 71. Scherer), Benjamin Schmidt, Heiko Weber - Winkler, Mamarin, Patrick Weber (72. Ngaguet), Ngaguet (40. Julian Noll) - Bold, Niklas Noll
SC Winterbach: Omozik - Barber, Mayer, Lutz - Bäsel, Henzmann, Fletscher, Backhaus (70. Beqiri, 85. Backhaus), Beqiri (60. Gries) - Zimmermann (80. Busch), Qela
Tore: 0:1 Zimmermann (28.), 0:2 Qela (54.), 1:2 Heiko Weber (59.), 1:3 Zimmermann (71.), 1:4 Gries (83.), 2:4 Julian Noll (89.) - Gelbe Karten: Henzmann - Beste Spieler: Heiko Weber, Patrick Weber, Bold - Omozik, Zimmermann, Bäsel - Zuschauer: 30 - Schiedsrichter: Kochert (Hengsberg).