Prellball
Großer Coup: Männer des TV Rieschweiler sind deutscher Vizemeister
Hätte man Manfred Hettrich, den Trainer der Prellballer, im Vorfeld gefragt, das hätte er nicht für möglich gehalten, dass die Männer deutscher Vizemeister werden und die TVR-Frauen das starke Abschneiden der Südwestpfälzer in Berlin mit Platz sieben komplettieren. Den Rieschweilerern blieb hernach gar keine Zeit, das erfolgreiche Abschneiden groß zu feiern, sie mussten ja am Sonntag noch aus der Bundeshauptstadt heimfahren. Erst um 1 Uhr waren sie wieder zu Hause, am Montag mussten alle arbeiten. „Und unsere Männer haben sich ja direkt in alle Winde zerstreut, weil sie quer durch ganz Deutschland leben“, sagte Hettrich. Er kündigte aber eine Extra-Sause an: „Das müssen wir schon noch mal alle gemeinsam richtig feiern.“
Die TVR-Männer mit Niklas Resch, Maic und Alexander Volnhals, Kapitän Niklas Speer, Henrik Speer, Danilo Utess und Ersatzmann Leo Hettrich starteten am Samstag in der Vorrunde gleich mit dem wichtigen 34:34-Remis gegen den MTV Markoldendorf. Nachdem der TVR lange geführt hatte, fühlt sich das erst nach einem verlorenen Punkt an. Letztlich war er nach den Siegen gegen den TV Altenbochum (38:29) und den VfL Waiblingen (36:28) sowie der 27:34-Niederlage gegen Titelverteidiger TSV Ludwigshafen aber Gold wert. Denn die TVR-Jungs behaupteten so mit 5:3 Punkten Gruppenplatz zwei hinter Ludwigshafen. „Es ist gelaufen wie noch nie“, sagte Manfred Hettrich.
Nervensache im Finale
Tags darauf qualifizierten sich die TVR-Herren mit dem 35:28-Erfolg gegen den SV Weiler fürs Halbfinale, wo sie schließlich den TV Huchenfeld (34:24) klar schlugen. Das Endspiel-Debüt gegen den TuS Meinerzhagen, der Ludwigshafen im Halbfinale rausgekegelt hatte, war dann eine Nervensache für Hettrichs Jungs. „Der TuS war zu stark, da war nix drin für uns“, sagte der Coach zur 27:37-Niederlage, bejubelte aber mit seinem Team die Silbermedaille.
Die Rieschweiler Frauen mit Alena Borne, Andrea Backes, Laura Herbert und Lena Hettrich starteten mit 2:6 Punkten in Tag zwei, wo sie erst den SV Weiler mit 35:24 schlugen und schließlich im zehn Klubs umfassenden Teilnehmerfeld im Spiel um Platz sieben auch dem TV Freiburg St. Georgen beim 31:28 das Nachsehen gaben. Deutscher Meister wurde der MTV Eiche Schönebeck.