Blickpunkt: 30. Neujahrs-Hallenturnier RHEINPFALZ Plus Artikel Granaten, Underdogs und Beinsteller beim Turnier der VG Zweibrücken-Land

Wegen dieses Jubels gibt es jetzt einen neuen Pokal: Der SV Battweiler I, der hier überschwänglich mit seinen Fans feiert, gewan
Wegen dieses Jubels gibt es jetzt einen neuen Pokal: Der SV Battweiler I, der hier überschwänglich mit seinen Fans feiert, gewann im Vorjahr das VG-Neujahrsturnier zum dritten Mal hintereinander.

Das Teilnehmerfeld ist kleiner geworden. Neun Mannschaften aus acht Vereinen messen sich am Samstag in Contwig. Neu dabei ist ein Spieler, der s jahrelang regelmäßig die Zweibrücker Stadtmeisterschaft als bester Torjäger aufgemischt hat.

Am Samstag steigt in der Turnhalle der IGS Contwig ab 13 Uhr das 30. Neujahrsturnier der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land im Hallenfußball. Allerdings diesmal nur mit neun Mannschaften statt elf wie im Vorjahr. Dafür mit einem neuen Wanderpokal, der notwendig wurde, weil der SV Battweiler das Turnier 2024 zum dritten Mal in Folge gewonnen hatte und den Pokal deshalb behalten durfte. Ausrichter ist diesmal der „Förderverein Kultur in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land“.

Gruppe A

SC Stambach: Mit Dennis Hirt hat der SC Stambach (B-Klasse West) in diesem Jahr einen der besten Hallenspieler und Torjäger der vergangenen Jahre der Zweibrücker Stadtmeisterschaft erstmals mit im Team. Der Spielertrainer sieht seinen SCS dennoch nicht als großen Favoriten. „Ob man uns zu den Favoriten zählen muss, weiß ich nicht. In elf Minuten Spielzeit kann alles passieren. Für mich ist der klare Favorit Battweiler“, sagt der Mittelfeldspieler, der zur zweiten Saisonhälfte Verstärkung für den Kader erhält: Marcel Boßlet vom TSC Zweibrücken II wechselt zu den Stambachern. Eine große Auswahl an Spielern hat Hirt ohnehin bereits. „Es spielt jeder, der will. Wir sind genug; es sind auch ein paar, die nicht spielen können. Das Hallenturnier wird gut angenommen. Es ist ein ganz tolles Turnier“, sagt Hirt.

SV Battweiler II: „Personell wird es schon arg eng bei uns“, sagt Spielertrainer Marc Bäsel vom B-Klassen-Klub SV Battweiler II. Deshalb werde möglicherweise sogar ein Feldspieler das Tor hüten. Manuel May habe seinen Pass ab dem Rückrundenbeginn wieder in Battweiler. „Er wird aber vorerst nicht spielen“, sagt Bäsel, der wie Dirk Blügel nicht über die Saison hinaus als Spielertrainer, jedoch weiterhin als Spieler zur Verfügung stehen will. „Beim VG-Turnier sehen wir uns als Underdog“, sagt Bäsel, der zudem bestätigt, dass der SV Battweiler zurzeit auf der Suche nach einem neuen Trainer für die Zweite ist.

SV Palatia Contwig: 16 von 17 Spielen hat Spielertrainer Niklas Kupper mit seinen Contwigern in der A-Klasse bisher gewonnen und führt zur Winterpause mit neun Punkten Vorsprung die Tabelle an. Zudem ist sein Name bei der Konkurrenz des VG-Turniers in aller Munde – als Schlüsselspieler der Contwiger. „Ich glaube, dass ich meiner Mannschaft auf dem Feld weiterhelfen kann. Aber in der Halle ist das schon etwas anderes“, sagt Kupper. Seine Mannschaft habe zweimal zum Spaß in der Halle trainiert. „Wenn wir so beim VG-Turnier spielen, wie wir trainiert haben, dann haben wir nichts mit dem Sieg zu tun“, sagt Kupper dazu trocken und sieht Stambach und Battweiler in der Favoritenrolle. „Mein Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Saison draußen. Da wollen wir wieder gut starten“, sagt Kupper, der selbst aber auf jeden Fall spielen will und für die Saison 2025/26 bereits bei der Palatia als Spielertrainer zugesagt hat.

SG Bechhofen/Lambsborn: Immer mal wieder stand der A-Klasse-Klub SG Bechhofen/Lambsborn in den vergangenen Jahren im Halbfinale des VG-Turniers. „Wir wollen wieder die anderen ärgern. In unserer Gruppe gibt es keinen klaren Favoriten, alle fünf Teams kamen in den vergangenen Jahren auch mal ins Halbfinale. Das wird sehr ausgeglichen“, glaubt Spielertrainer Lukas Agne, der auch selbst auf dem Feld stehen will. Favorit sei für ihn neben Stambach auch Contwig. „Die haben zwei richtige Granaten als Spielertrainer verpflichtet“, lobt Agne Dennis Hirt und den Contwiger Niklas Kupper. Er selbst habe einen Stamm aus einem Dutzend Hallenspieler, das bei sämtlichen Turnieren die Spiele für die abstiegsbedrohte SG Bechhofen/Lambsborn bestreite. „Es werden aber nicht alle spielen. Unser Kapitän Eric Stephan spielt zum Beispiel wegen der Verletzungsgefahr in der Halle nicht.“

SV Großsteinhausen: Der SV Großsteinhausen kickt in dieser Saison nur mit einer Mannschaft statt zwei beim VG-Turnier. „Eine zweite Mannschaft haben wir wegen der Skiurlauber nicht gemeldet“, sagt der Vorsitzende Heiko Weber. Der Siebte der B-Klasse West war in den Vorjahren stets für Überraschungen zu haben und stellte auch mal Favoriten ein Bein. In der starken Gruppe A ist der SVG jedoch eher Außenseiter. Felix Decker (TSC Zweibrücken) und Marc Garus (TuS Hochstellerhof) sind in der Winterpause nach Auskunft Webers zum SVG gewechselt.

Gruppe B

SV Battweiler: Zum vierten Mal in Serie will Bezirksligist SV Battweiler den Titel einheimsen. „So einfach wie in den Vorjahren wird es aber sicher nicht werden“, glaubt Spielertrainer Daniel Lenhard. Der ehemalige Verbandsliga-Spieler sieht allen voran die Konkurrenz im SC Stambach, aber auch im SV Palatia Contwig. „Die Stambacher haben mit Dennis Hirt, die Contwiger mit Niklas Kupper zwei richtig gute Spieler dazubekommen“, sagt Lenhard, der sich in den Vorjahren selbst als auffallend guter Hallenspieler präsentierte. Auf der Suche ist der SVB in der Winterpause noch nach einer Ergänzung für den Kader. „Klar, wir schauen uns jetzt schon um, Fabian May hat sich das Kreuzband gerissen. Es wird aber in der Winterpause schwer, einen neuen Spieler zu bekommen“, weiß Lenhard, der in der kommenden Saison nicht mehr Trainer des SVB sein wird. „Ich habe einen neuen Job und muss mich da erst mal neu orientieren“, sagt der Spielertrainer, der selbst nicht plant, beim VG-Turnier in der ersten Mannschaft zu spielen. „Wer Lust hat, kann bei dem Hallenturnier mitspielen. Es ist aber für niemanden ein Muss“, bekräftigt Lenhard, dass seine Spieler alle Freiheiten haben.

FC Kleinsteinhausen: Krasser Außenseiter ist der FC Kleinsteinhausen schon allein deshalb, weil er als Siebtplatzierter der C-Klasse West auf dem Papier deutlich das schwächste Team des Turniers ist. Auch in den Vorjahren spielte der FCK nicht die ganz große Rolle. Für Auskünfte war kein Verantwortlicher des FC Kleinsteinhausen erreichbar.

SG Contwig/Stambach: „Die Favoritenrolle haben andere. Wir müssen gegen den FC Kleinsteinhausen gewinnen und haben dann wohl gegen die SG Knopp/Wiesbach das entscheidende Spiel“, sagt Gerhard Blum, Trainer des C-Klassisten SG Contwig/Stambach. Gemeldet hätten sich derart viele Spieler aus den SG-Reihen, dass er gar nicht alle für das VG-Turnier berücksichtigen könne. „Wir haben eine gemischte Mannschaft aus A-Jugend-Spielern, von den Stambachern und aus Contwig. Von der ersten Mannschaft ist keiner dabei; vielleicht Spieler, die auch mal in der ersten Mannschaft gespielt haben“, sagt Blum, dessen Team aber nicht in der Halle trainiert. „Ich hoffe, dass sich keiner verletzt, denn ich habe keine Lust, wegen eines Hallenturniers auf Spieler in der Runde zu verzichten“, setzt Blum zudem deutliche Prioritäten.

SG Knopp/Wiesbach: In der B-Klasse West kickt die SG Knopp/Wiesbach als Tabellensechster prima mit. „Wir haben auch beim Verbandsgemeindeturnier der VG Thaleischweiler-Fröschen/Wallhalben mitgemacht. Da haben wir eine gute Rolle gespielt. Aber die Hallenturniere haben nicht die allerhöchste Priorität“, sagt Spielertrainer Steffen Martin. Das Erreichen der Zwischenrunde habe ihm jedoch gezeigt, dass seine Mannschaft gute Hallenspieler habe, wie die Begu-Brüder Fatlum und Zeqir sowie Albert Beqiri, allesamt wendige Fußballer. „Wir haben bei unseren bisherigen Hallenturnieren auch ein bisschen was ausprobiert. Aber wir haben keine besondere Taktik“, sagt Martin, der da aber nicht so sehr ins Detail gehen wollte. „Wir trainieren nicht speziell in der Halle und sehen es relativ locker. Dennoch wollen wir eine gute Leistung bringen“, hält der SG-Trainer fest. Er sieht sich mit seinem Team zwar durchaus als Anwärter auf den zweiten Gruppenplatz, traut jedoch auch den Gegnern aus Kleinsteinhausen und der SG Contwig/Stambach einiges zu.

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