Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Glasfaserausbau: Wann läuft das Turbo-Internet?

Der Glasfaserausbau in Zweibrücken und Umgebung schreitet voran.
Der Glasfaserausbau in Zweibrücken und Umgebung schreitet voran.

Gleich drei Firmen bauen in Zweibrücken aktuell ihr Glasfasernetz aus: UGG, Telekom und 1&1. DIE RHEINPFALZ hat sich nach dem aktuellen Baustand erkundigt. Es läuft nicht alles rund.

„Wir sind mit dem Projektverlauf in Zweibrücken zufrieden“, schreibt Jens Lauser, Pressesprecher der Glasfaser-Firma „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG). Ganz Zweibrücken und die Vororte will die UGG in den kommenden Monaten und Jahren ans Glasfasernetz anschließen. Und nicht nur das: Auch in den Dörfern um Zweibrücken ist die UGG unterwegs. Contwig war dabei Vorreiter. Dort läuft das Turbo-Internet schon seit einiger Zeit.

Der UGG-Ausbau in der Innenstadt hat bereits begonnen, ebenso der in Mörsbach, Niederauerbach und Oberauerbach, schreibt Rathaus-Sprecher Jens John. Als nächste Etappe steht Anfang/Mitte 2025 für die UGG der Ausbau in Ernstweiler, in der Canadasiedlung sowie auf dem Fasanerie- und Kreuzberg an. Mitte bis Ende 2025 sollen die Bagger in Wattweiler, Mittelbach und Bubenhausen rollen. Schlusslichter werden Ixheim (Anfang/Mitte 2026) und Rimschweiler sowie das Areal zwischen Flughafen und Outlet sein (Mitte/Ende 2026). Die Reihenfolge, in der die UGG ausbaut, kann die Stadt nicht beeinflussen, weil die UGG auf eigene Kosten arbeitet − ein sogenannter „privatwirtschaftlicher Ausbau“. John: „Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Grund, dass so ein Ausbau ,Mit dem Licht im Rücken’ gewährleistet ist und so die Anschlüsse nach dem Ausbau recht zügig genutzt werden können.“

UGG reißt neue Straßen auf

Die Zusammenarbeit mit der UGG läuft aus Sicht der Stadt „sehr gut“, schreibt John. „Wir stehen mit der UGG in einem ständigen Austausch – mehrmals wöchentlich –, um die aktuellen Maßnahmen zu besprechen.“ Beim Glasfaserausbau − das gilt für alle, nicht nur für die UGG − muss die Kommune den öffentlichen Raum, etwa das Trottoir, den Firmen freigeben. „Wir sind froh, dass ein Unternehmen privatwirtschaftlich das Stadtgebiet mit Glasfaser versorgt. Es ist, war und wird eines der größten städtischen Infrastrukturprojekte, wenn man bedenkt, dass eine Leitungsverlegung durch alle städtischen Straßen erfolgt“, erläutert John.

Ganz reibungslos geht der Ausbau allerdings nicht an allen Ecken der Stadt über die Bühne. Ärgerlich ist etwa, dass die Glasfaser-Firmen die neue Hilgardstraße für Querungen aufgerissen haben. In Wattweiler will der Ortsbeirat den Arbeitern genau auf die Finger schauen. Wattweilers Ortsvorsteher Thomas Körner forderte, dass die Bliestalstraße möglichst nicht aufgerissen wird. In Reifenberg − dort ist der Ausbau der UGG nahezu fertig − hat das geklappt. Die neue Ortsdurchfahrt blieb unberührt. Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer hatte genau das zuvor mehrfach im Gemeinderat gefordert.

1&1 vergrößert Ausbaugebiet

Die Stadt will ebenfalls, dass so wenig Straßen wie möglich aufgerissen werden, schreibt John. Wenn das dennoch geschieht, werde es dokumentiert. In Sachen Haftung antwortet John: „Generell trägt das letzte Unternehmen, das an der entsprechenden Stelle gebaut hat, die Gewährleistung für fünf Jahre ab Abnahmetermin.“

Im Stadtgebiet baut nicht nur die UGG ihr Glasfasernetz aus, auch 1&1 sowie die Telekom sind dabei. Das Ausbaugebiet von 1&1 erstreckt sich vom Outlet über das Gewerbegebiet in Richtung Flughafen. Ursprünglich sollte nur der Bereich zwischen Outlet und Berliner Allee ausgebaut werden. „Aktuell planen wir, das gesamte Areal in einem zweiten Bauabschnitt zu erschließen“, sagt Seluc Oezdemir von 1&1. Der erste Bauabschnitt − das ursprüngliche Ausbaugebiet −, ist nahezu fertig. Die Kabel in den Straßen liegen, noch stehen ein paar wenige Hausanschlüsse aus. Oezdemir sagt, dass im ersten Abschnitt bis Ende kommenden Jahres das Turbo-Internet laufen soll. Der Ausbau im restlichen Areal soll im kommenden Jahr starten.

Telekom: Manche Kunden sind schon online

Der Trassenbau der Telekom ist seit September fertig, schreibt Jannik Hoffmann, Telekom-Regiomanager aus Saarbrücken. Der Internetanbieter hat in Zweibrücken die Innenstadt sowie die Achse um die Bitscher Straße mit Glasfaser versorgt. Aktuell würden noch einzelne Anschlüsse bei den Glasfaser-Kunden gelegt. „Hier ist momentan noch kein genaues Bauende abzusehen, da jeder Anschluss individuell mit den Kunden zu besprechen und zu terminieren ist“, sagt Hoffmann. Angeschlossen wird bei der Telekom laut dem Regiomanager mit „Licht im Rücken“. Das heißt, dass einzelne Glasfaser-Kunden schon das Turbo-Internet nutzen.

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