Meinung Glasfaser, aber nicht zu jedem Preis

Beim Glasfaserausbau läuft nicht immer alles optimal.
Beim Glasfaserausbau läuft nicht immer alles optimal.

Es ist wichtig, dass Zweibrücken mit Glasfaser-Internet versorgt wird. Das sichert die Zukunft der Stadt. Alles sollte die Verwaltung dabei aber nicht hinnehmen.

Schnelles Internet ist die Zukunft. Nicht nur, weil immer mehr Alltag im Digitalen passiert − Einkaufen, Bankgeschäfte, Behördengänge −, sondern weil schnelles Internet auch ein wichtiger Standortfaktor ist. Das gilt sowohl für Gewerbe und Industrie als auch für künftige „Neu-Zweibrücker“. Eine der ersten Fragen von Häuslebauern ist meistens: „Wie schnell ist euer Internet?“

Es ist wichtig, dass Firmen wie UGG, Telekom und 1&1 die Stadt mit dem Turbo-Internet versorgen − und das auf eigene Kosten. Die Stadt könnte sich den Breitbandausbau aus eigener Tasche niemals leisten. Dennoch ist Vorsicht geboten: Die Stadt sollte ein gutes Auge darauf haben, dass beim Ausbau nicht geschludert wird. Kleinere Fehler passieren immer mal, dass allerdings nagelneue Straßen aufgerissen werden, nur um schnell eine Glasfaser-Querung zu legen, ist ein Unding. Es geht anders, das hat Reifenberg gezeigt. Nächstes Problem: Sind die Glasfaser-Firmen weg und die Straße geht wegen Baumängeln schneller kaputt, wird die Stadt in die Röhre gucken. Zwar gilt eine Gewährleistung von fünf Jahren, das bringt aber nichts, wenn es die Baufirmen dann nicht mehr gibt.

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