Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Glasfaser-Internet: UGG will in drei Jahren fertig sein

Der Spatenstich geschah ausgerechnet auf dem Gelände der ehemaligen Parkbrauerei.
Der Spatenstich geschah ausgerechnet auf dem Gelände der ehemaligen Parkbrauerei.

Im Frühjahr müssen die Zweibrücker mit einigen Baustellen rechnen: Die UGG baut ihr Glasfasernetz auf. Wenn’s gut läuft, gehen die ersten Kunden Ende 2024 damit ins Internet.

An einem symbolträchtigen Ort feierten Unsere Grüne Glasfaser (UGG) und Vertreter der Stadtverwaltung am Freitagmittag Spatenstich für den schnellen Glasfaserausbau des UGG-Netzes. Denn dies geschah ausgerechnet auf dem Gelände der ehemaligen Parkbrauerei, wo seit vielen Monaten wegen anhängiger Gerichtsverfahren Baustillstand herrscht.

Für den Glasfaserausbau der UGG sollte dies jedoch kein böses Omen sein, die Firma will spätestens 2025 den ersten Kunden ans schnelle Netz anschließen und in rund drei Jahren um die 22.500 Haushalte in der Innenstadt und den Vororten angeschlossen haben.

Dabei wird die UGG nach Verträgen mit dem Mitbewerber Telekom, der vor rund zwei Wochen in der Innenstadt Spatenstich für sein Netz feierte, das Telekom-Gebiet nicht doppelt versorgen, sprich, die bereits wieder verschlossenen Gehwege, in denen Telekom-Glasfaser liegt, nicht erneut öffnen, um eigene Kabel zu verlegen. „Wir konzentrieren uns auf das noch nicht versorgte Gebiet“, sagte am Freitag Ralph Wehberg, der für die UGG den Ausbau in Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg leitet. Das schließe nicht aus, dass es in einigen Fällen zu einem Überbau kommen kann. „Wenn die Telekom in einer Stichstraße verlegt hat und wir das Gebiet dahinter versorgen müssen, kann es schon mal sein, dass wir an bestimmten Stellen noch mal Gehwege öffnen müssen. Aber generell bleiben wir aus dem Telekomgebiet draußen, alles andere ist unwirtschaftlich“, so Wehberg.

„Wir starten in der Innenstadt und arbeiten uns relativ schnell in die Randgebiete vor. Wir sprechen von zwischen 130 und 150 Kilometern Versorgungslänge in Zweibrücken“, so Wehberg. Dabei würden nicht gleich alle 22.500 geplanten Haushalte angeschlossen, aber auf diese Größe sei das geplante UGG-Glasfasernetz ausgelegt. Jeder Haushalt bekomme sein eigenes Glasfaserröhrchen, um „wann auch immer, ob jetzt oder in der Zukunft von der Technologie zu profitieren“, erklärte Wehberg. Man fange in der Innenstadt an, um zu zeigen, dass die Firma auch das umsetze, was sie der Stadt versprochen hat, nämlich den eigenwirtschaftlichen, nicht geförderten Glasfaserausbau. „Im Frühjahr 2024 starten wir dann richtig durch und fangen an vielen verschiedenen Orten gleichzeitig an zu bauen, in Absprache mit dem Stadtbauamt. Dann arbeiten wir mit vielen Teams gleichzeitig. Im Wissen, dass es dann entsprechend viele Baustellen in der Stadt geben wird. Aber summa summarum glauben wir, dass wir das in drei Jahren umsetzen können“, blickte Ralph Wehberg optimistisch in die Zukunft.

Die UGG baut „mit dem Licht im Rücken“, bedeutet, dass die Knotenpunkte zuerst gesetzt werden und dann nach und nach die Kunden angeschlossen werden. Wehberg hofft darauf, Ende 2024 den ersten Kunden online zu haben. „Aber versprechen kann ich das nicht. Gehen wir mal von 2025 aus“, sagte er vorsichtig. Nach wie vor könnten sich Kunden über einen der Service-Provider noch für den Ausbau anmelden. Auch in vielen Jahren könne man noch neue Kunden ins Netz bringen.

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