Zweibrücken Gestank: „Sollten bedenken, wo das Essen herkommt“

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Kein Zweibrücker, sondern ein saarländischer Landwirt soll für den Gestank verantwortlich sein, der am vergangenen Freitag für mehrere Stunden über der Stadt lag und bis nach Contwig reichte. Das teilte die Zweibrücker Polizei auf Nachfrage mit und korrigierte damit ihre Aussage vom Wochenende. Namen nannte sie nicht. Der Verursacher soll auf Einöder Gemarkung wohnen.

Helmut Kliver, einer von mehreren Landwirten im saarpfälzischen Grenzgebiet, wies gestern gegenüber der RHEINPFALZ die Verantwortung von sich. Kliver ist 61 Jahre alt und bewirtschaftet mit der nachfolgenden Generation den Rosenhof, der zwischen Bubenhausen und Einöd kurz hinter der Landesgrenze liegt. Er wisse nicht, welcher Betrieb den Geruch verursacht hat, der Rosenhof jedenfalls nicht, sagte Kliver. Auch Kliver hat die vielfältige Diskussion um den Gestank verfolgt, der am Freitag unter anderem den Gefahrstoffzug der Feuerwehr auf den Plan gerufen hatte (wir berichteten zuletzt am Montag). „Die Öffentlichkeit sollte sich mal daran erinnern, wo ihre Nahrung herkommt“, rät der Landwirt zur Mäßigung. „Egal, wo der Gestank herkam: Wenn er landwirtschaftlichen Ursprungs war, dann war es nichts Tödliches. Wenn wir an der BASF wohnen würden, müsste man sich da vielleicht eher Gedanken machen.“ Es sei beispielsweise möglich, dass ein Landwirt die obere Silage-Schicht eines Fahrsilos ausgebracht habe − „wo soll er sonst hin damit? Das sind doch Nährstoffe“, sagt Kliver. Der Vorgang sei „ganz normal“. Wegen des extrem warmen Wetters habe sich der Geruch länger gehalten als sonst, vermutet der Landwirt. |sbn

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