Fussballspiel der Woche
Gebeutelte Contwiger Zweite empfängt Tabellenzweiten TSC Zweibrücken II
In der Abstiegsrunden-Gruppe A der B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken bewegt sich die zweite Mannschaft der Palatia Contwig wie ein Schwimmer im Wellenbad. Es geht auf und ab. Mal schlägt das Schlusslicht die beiden Ersten in der Tabelle, gegen Teams aus der unteren Region verliert die Palatia-Zweite dann in der Woche drauf. Für Trainer Gerhard Blum „ist die Luft raus aus der Saison“. Das liegt an dem System, findet er, dass sich der Verband sich ausgedacht hat. „Wenn du in der Saison viermal gegen die gleiche Mannschaft spielst, wen interessiert es denn das von den Zuschauern noch? Und die Spieler kannst du auch nicht mehr groß motivieren“, sagt Blum vor dem Spiel gegen den TSC Zweibrücken II (Sonntag, 15 Uhr) zur Situation im Verein. Dabei geht es noch um viel für die Zweite: Aktuell steht sie am Tabellenende, was den Abstieg in die C-Klasse bedeutet. „Wir müssen unser Nachholspiel am Donnerstag gegen Rimschweiler (bei Redaktionsschluss nicht beendet) gewinnen. Wenn wir am Sonntag den TSC II schlagen, sind wir wieder dran“, so Blum. Was essenziell wichtig wäre: „Wir wollen nicht absteigen, es gehört zu unserem Vereinsverständnis, eine zweite Mannschaft zu stellen“, verdeutlicht er. Blum ist zuversichtlich, dass sein Team die kommenden Endspiele gewinnt.
Edlmann: Bloß nicht ans Katastrophenspiel denken
Eigentlich sollte sich Christian Edlmann nach seiner Rückkehr zum TSC Zweibrücken nach der Winterpause als Co-Trainer der Zweiten im Gespann mit Spielertrainer Bülent Toprak einarbeiten, um dann zur kommenden Runde Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie zu werden. Toprak hat sich aber schwer verletzt und kann derzeit nicht dabei sein. „Dann mache ich es halt jetzt schon“, erklärt Edlmann ganz lapidar, wie er zu seiner ersten Trainerstation kam. Der 37-Jährige kann sich noch gut an die Heimpartie vor fünf Wochen gegen Contwigs Zweite erinnern. „Das war ein Katastrophenspiel“, schießt ihm als erstes ins Gedächtnis. „Würden wir jetzt immer noch spielen, hätten wir von unseren tausend Torchancen auch nicht mehr reingemacht“, ist sich der frühere Top-Stürmer sicher, dass sich an der damaligen 2:4-Niederlage nichts geändert hätte. Es sei eine gefährliche Situation in der Liga: „Wir waren zu Beginn auch mal Vorletzter, und mit ein, zwei Siegen stehst du wieder oben oder umgekehrt.“ An der Grundausrichtung wird sich schon alleine wegen des kleinen Spielfelds in Contwig etwas ändern. „Die Fünferkette wird es nicht geben“, verrät Edlmann vorab. Sein Team müsse sich wegen den letzten Leistungen nicht verstecken, sei als Tabellenzweiter gut drauf.