Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Gaspreis bei den Stadtwerken steigt um 32 Prozent

Zumindest der Strompreis bleibt bei den Stadtwerken vorerst unverändert.
Zumindest der Strompreis bleibt bei den Stadtwerken vorerst unverändert.

Übers Jahr wird ein durchschnittlicher Zweibrücker Haushalt künftig etwa 400 Euro mehr fürs Erdgas bezahlen müssen als bisher. Werner Brennemann, Chef der Zweibrücker Stadtwerke, begründet die Preiserhöhung mit dem Krieg in der Ukraine.

Erstmals seit Jahren heben die Zweibrücker Stadtwerke nun mitten im Jahr ihre Gaspreise an. Zum 1. Juli steigt der Tarif um weitere 1,5 Cent pro Kilowattstunde, nachdem er gerade erst zum Jahreswechsel um einen Cent erhöht worden war.

80 Prozent der Zweibrücker Privathaushalte, die ihr Erdgas von den Stadtwerken beziehen, haben mit dem Unternehmen den Tarif „SWZ Erdgasprivatplus“ vereinbart: „Das ist ein günstiger Sondertarif für normale Haushalte, die im Jahr bis zu 21.000 Kilowattstunden Gas verbrauchen“, erläutert Brennemann. Einem solchen Durchschnittshaushalt sei für das Jahr 2021 eine Gasrechnung über knapp 1400 Euro in den Briefkasten geflattert. 2022 muss derselbe Haushalt tiefer in die Familienkasse greifen: Allein für das erste Halbjahr seit der ersten Erhöhung am 1. Januar bis zum 30. Juni 2022 werden laut der Kalkulation knapp 915 Euro fällig. Nach der zweiten Preissteigerung am 1. Juli muss für die zweite Jahreshälfte mit einer Rechnung über fast 920 Euro gerechnet werden. Macht für 2022 zusammen gut 1800 Euro – gegenüber den 1400 Euro im Vorjahr. Der Geschäftsführer spricht von einer Preissteigerung um 32 Prozent.

Abschlagszahlungen kann man erhöhen

Etwas geringer fällt bei den Stadtwerken die Steigerungsrate beim Heizgas-Tarif für die Grundversorgung jener Haushalte aus, die nicht den günstigeren Sondertarif abgeschlossen haben. Hier wird mit einer Erhöhung um 29,1 Prozent kalkuliert. Doch dafür kostet in dieser Tarifgruppe die Kilowattstunde mehr als beim „Erdgasprivatplus“.

„Um bei der Gasrechnung ein böses Erwachen zur Jahresmitte zu verhindern, kann jeder Kunde seine Ratenbeträge für die monatlichen Abschlagszahlungen jederzeit selbst erhöhen“, erklärt Brennemann. „Das geht auch online.“

Strompreis bleibt vorerst stabil

Immerhin wird zum 1. Juli die EEG-Umlage abgeschafft. „Da müssen unsere Kunden nichts machen“, sagt der Geschäftsführer: „Das hierbei eingesparte Geld wird ihnen bei der Rechnung am Jahresende von uns automatisch gutgeschrieben.“

Zumindest ihre Stromtarife werden die Stadtwerke vorerst stabil halten können. „Den Strompreis haben wir seit 2019 nicht mehr erhöht, und bis zum 31. Dezember 2022 wird sich daran auch nichts mehr ändern“, verspricht Brennemann. Diese Aussage könne er deshalb machen, weil das Unternehmen seine 2022er-Strommengen bereits vor geraumer Zeit vollständig eingekauft habe.

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