Zweibrücken Ganz viel Amore als wichtigste Zutat

Nur 14 Quadratmeter misst die Backstube samt Verkaufsraum von den beiden Brüdern Michael (links) und Christian Wolf (rechts). De
Nur 14 Quadratmeter misst die Backstube samt Verkaufsraum von den beiden Brüdern Michael (links) und Christian Wolf (rechts). Dennoch genug für die beiden, um Pizzen, Nudeln und Crêpes zu machen.
Ist es nicht schwer, auf so kleinem Raum zu arbeiten? Michael Wolf:

Es hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass man keine langen Wege hat, um etwas zu greifen und man hat die Pizza schnell beim Kunden. Nachteil ist ganz klar, dass es gerade in den Hochzeiten schnell eng werden kann. Mehr als drei Leute können in dem Imbiss nicht arbeiten. Wir haben es so aufgeteilt, dass ich hinten die Pizzen backe, mein Bruder kümmert sich vorne um den Verkauf. Wie sind Sie auf die Idee zu dem Imbiss gekommen? Michael Wolf: Wenn Sie 17 Jahre in einer Firma arbeiten, stellen Sie sich mit Mitte 30 die Frage, ob es das war, oder ob man noch mal etwas Neues macht. Jetzt war es so, dass das Unternehmen in Familienhand war und sich dann die Möglichkeit des Einstiegs ergeben hat. Und der Imbiss hat schon zum Geschäft gehört, und wir wollten ihn nicht leerstehen lassen. Was haben Sie vor dem Imbiss gemacht? Michael Wolf: Ich war Abteilungsleiter bei Mewa Textil-Service in Saarlouis. Christian Wolf: Ich habe 15 Jahre im Globus in Saarbrücken-Güdingen gearbeitet. Woher haben Sie das Rezept? Haben Sie italienische Wurzeln? Michael Wolf: Der Pizzateig ist eine Grübelei von drei Monaten. Das Rezept ist selbst erarbeitet. Wir haben aber keine italienische Wurzeln. Wichtig ist, dass es schmeckt. Geben Sie von Ihrem Rezept etwas preis? Michael Wolf: Unser Teig besteht ganz klassisch aus Mehl, Hefe, Salz, Wasser und Öl. Zu Letzterem sage ich aber nichts; das Öl beeinflusst die Konsistenz des Teigs. Gab es dann bei Ihnen drei Monate lang nur Pizza zu essen? Micheal Wolf: Ich habe das dann schon sehr oft gegessen. Ich bin bis vor einem halben Jahr Halbmarathon gelaufen und bin von der Form inzwischen weit weg. Gibt es schon Expansionspläne, etwa ein Food-Truck oder etwas fürs Stadtfest? Michael Wolf: Wir werden das jetzt in mehreren Etappen machen. Wir wollen als Erstes an den Öffnungszeiten schrauben. Dazu brauchen wir noch Mitarbeiter. Am Stadtfest wird was kommen. Wir haben uns den Bereich vor der Früchteecke komplett gesichert, um dort Essen zu verkaufen. Was macht eine gute Pizza aus? Micheal Wolf: Das ist ganz einfach: Sie müssen sie mit Liebe zubereiten und müssen das, was sie selbst zubereiten, selbst gerne essen. Aber wie muss der Boden sein, damit die Pizza perfekt ist. Michael Wolf: Nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn. Und ganz wichtig: Er muss knusprig sein. Was ist Ihre Lieblingspizza, und welche ist weniger Ihr Fall? Micheal Wolf: Meine Lieblingspizza ist Margherita. Ich mag keine Pizzen, auf denen Eier sind – etwa die Pizza Sofia Loren. Christian Wolf: Eine Pizza, die ich nicht gerne esse, gibt es nicht. Der Favorit ist Pizza Salami. | INTERVIEW: Paul H. Kreiner

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