Zweibrücken Fußball: A-Klassen-Tabellenführer trotzt Väterchen Frost

Schussversuch bei leichtem Schneefall: Contwigs Marcel Hoffmann (rechts) versucht hier sein Glück gegen Großsteinhausens Maximil
Schussversuch bei leichtem Schneefall: Contwigs Marcel Hoffmann (rechts) versucht hier sein Glück gegen Großsteinhausens Maximilian Decker.

«CONTWIG.» Väterchen Frost lief mit über den Platz: Das A-Klassen-Derby zwischen dem SV Palatia Contwig und dem SV Großsteinhausen am Samstagabend fand unter erschwerten Bedingungen statt. Wegen eisiger Temperaturen bestand für die Spieler erhöhte Zerrungsgefahr, das Publikum musste sich Sorgen wegen möglicher Frostbeulen machen. Herzerwärmend für den Contwiger Anhang war das Ergebnis: Die Gastgeber gewannen nach 90 kampfbetonten Minuten mit 2:1 (0:0).

Neben dem Derby konnten gestern in der A-Klasse wetterbedingt nur noch drei weitere Begegnungen ausgetragen werden. Von allen A-Klassen-Teams hat die Contwiger Mannschaft die meisten Tore geschossen (66). Dass es gegen Großsteinhausen nur zu zwei Treffern reichte, gab Trainer Max Blum insofern schon zu denken. „Das hat Nerven gekostet“, meinte er zur spannenden Schlussphase, in der die Gäste durch Torgarant Daniel Jung zum Anschlusstreffer kamen und noch Möglichkeiten zum Ausgleich hatten. Seine Truppe hätte sich bei besserer Chancenverwertung viel Anspannung ersparen können, kritisierte der Trainer.

Mit der Einstellung zufrieden

Ansonsten war er mit der Einstellung seiner Kicker zufrieden. „In den ersten zehn Minuten war Großsteinhausen die bessere Mannschaft“, fand er, danach habe sich die Palatia Vorteile erspielt. Den Gegentreffer gegen Spielende hätte man sich natürlich nie und nimmer einfangen dürfen. Die Gäste legten im Stil einer Heimmannschaft los, setzten den Spitzenreiter gleich unter Druck. Großsteinhausens Offensivdrang blieb für die Palatia aber folgenlos. Nach den von Blum angesprochenen zehn Minuten entwickelte sich ein offenes Spiel. Den ersten Abschluss der Gäste wagte Maximilian Decker nach schöner Flanke von Maurice Förch. Auf Contwiger Seite hatten Marcel Hoffmann und Mesout Moutous die ersten Möglichkeiten. Das Großsteinhauser Konzept wurde bereits nach einer Viertelstunde durcheinander gebracht: Tobias Betz verletzte sich nach einem Pressschlag so schwer am Fuß, dass er ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Sebastian Baque auf den Platz. SVG-Keeper Felix Wiese hatte einige gute Szenen, unter anderem klärte er reaktionsschnell mit dem Fuß bei einem scharfen Schuss von Moutous, da war etwas über eine halbe Stunde gespielt.

Chancenübergewicht erspielt

Im zweiten Abschnitt erspielte sich Contwig eine Chancenübergewicht, vor allem Philipp Koch schloss mehrfach aussichtsreich ab. Bis es im Großsteinhauser Kasten erstmals einschlug, vergingen aber 62 Spielminuten. Die Situation im Gäste-Strafraum war turbulent: Zunächst blieb ein Schuss von Tim Tropper in der Großsteinhauser Abwehr hängen, dann wurde der Koch-Nachschuss geblockt. Schließlich kam der Ball zu Philipp Götzinger, der aus circa zwölf Metern in den Torwinkel schoss. Die Contwiger Führung war zu dem Zeitpunkt überfällig. Trainer Blum tat sich wenig später mit der Einwechslung von Lukas Bärmann einen großen Gefallen. Denn eine Viertelstunde vor Schluss gelang Bärmann mit einem Flachschuss aus der Distanz das 2:0. Der Contwiger Dreier schien unter Dach und Fach, zwei Minuten vor dem Abpfiff sorgte der Treffer von Daniel Jung dann für das besagte Nervenflattern bei der Palatia. So spielten sie SV Palatia Contwig: Betz - Götzinger, Hein, Füssgus, Rausch (80. Utzinger), Sefrin, Tropper (87. Nguyen), Höh - Hoffmann, Koch (75. Bärmann), Moutous SV Großsteinhausen: Wiese - Sandmeyer, Tretter, Klotz, Leiner - Förch, Decker, Rieger, Betz (15. Baque) - Jäntsch, Jung Tore: 1:0 Götzinger (62.), 2:0 Bärmann (85.), 2:1 Jung (88.) - Gelbe Karten: Sefrin - Baque, Tretter, Decker - Beste Spieler: Sefrin, Götzinger, Hoffmann - Decker, Tretter, Jung - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Spengler (Winterbach, bei St. Wendel).

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