Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Frauenleiche in Bubenhausen: Was Taucher jetzt suchen

Polizeitaucher aus dem Saarland suchen in Höhe der Hornbachbrücke am Netto in Bubenhausen vermutlich die Tatwaffe im Bubenhauser
Polizeitaucher aus dem Saarland suchen in Höhe der Hornbachbrücke am Netto in Bubenhausen vermutlich die Tatwaffe im Bubenhauser Tötungsdelikts.

Polizeitaucher der Polizeitauchergruppe Saarland haben am Freitagmorgen den Hornbach abgesucht. Sehr wahrscheinlich haben sie die Tatwaffe zum Tötungsdelikt in Bubenhausen gesucht. Die Ermittler halten sich weiterhin bedeckt.

Am späten Montagabend haben Bewohner des Hauses in der Bubenhauser Friedrich-Ebert-Straße im Keller ihres Hauses eine Frauenleiche gefunden. Laut Angaben Kriminalinspektion Kaiserslautern, die die Ermittlungen leitet, kam die 33-Jährige durch stumpfe Gewalteinwirkung zu Tode. Seit Dienstag durchsuchen Polizisten das Anwesen, aber auch den Hof des Hauses und die direkte Umgebung. Am Dienstagabend wurde aus einer Garage im Hinterhof des Leichenfundortes durch die Polizei ein VW Golf mit Zweibrücker Kennzeichen sichergestellt und von einem Abschleppunternehmer mit Polizeibegleitung abtransportiert. Am Mittwoch suchten Polizisten das Ufer des Hornbachs hinter dem betroffenen Haus und beiderseits der Brücke unter anderem mit Sonden ab. Mitarbeiter der Spurensicherung in weißen Overalls suchten im Hof des Hauses nach weiteren Spuren.

Am Freitagmorgen schließlich suchten Taucher der saarländischen Polizei nach einem Amtshilfeersuchen der Kaiserslauterer Kriminalpolizei rund um die Brücke in Bubenhausen im Hornbach nach Spuren, vermutlich auch nach der Tatwaffe. Dabei hatten sie eine schwere Aufgabe. zum einen war das Wasser so kalt, dass keiner der Taucher lange drin bleiben konnte, zum anderen führt der Hornbach derzeit Hochwasser. Dadurch, sowie durch die Regenfälle der vergangenen Tage, wurde viel Sediment aufgewirbelt und die Sichtweite unter Wasser war laut einem Polizisten vor Ort „bei nahezu null“. Zudem machen den Tauchern rund um die Brücke Gegenstände im Bachlauf zu schaffen. Fahrräder, Einkaufswagen des nahen Netto-Discounters und ähnliche Dinge lagen in der Vergangenheit rund um die Brücke im Hornbach, die im Sommer bei Niedrigwasser gut sichtbar waren. „Aber wir kennen das aus Saarbrücken, in der Saar ist das genauso“, meinte einer der beteiligten Polizisten der Tauchergruppe. Die sicherte ihren Kollegen, der mit Tauchermaske, heller Stirnlampe, Neoprenanzug, Flossen und Pressluftflasche ausgestattet war, von beiden Uferseiten mit Leinen. Der Tauchereinsatz dauerte mehrere Stunden.

Die Polizeitaucher aus dem Saarland haben eine Menge Ausrüstung dabei.
Die Polizeitaucher aus dem Saarland haben eine Menge Ausrüstung dabei.

Frau hat wohl in dem Haus gewohnt

„Die Umstände und Abläufe des Vorfalls sind derzeit unklar und ebenso Gegenstand der Ermittlungen wie die Suche nach möglichen Tatverdächtigen. Nähere Details können aus ermittlungstaktischen Gründen zum aktuellen Zeitpunkt nicht veröffentlicht werden“, teilt die Polizei mit. Zudem wolle man kein Täterwissen verbreiten. Seitdem gibt es offiziell keine neuen Erkenntnisse, auch ein Tatverdächtiger hat sich bislang noch nicht herausgestellt. Spekulationen über womöglich „zwei Tatorte“, die am Freitag in Boulevardmedien angestellt wurden, wies Polizeisprecherin Christiane Lautenschläger auf Anfrage zurück.

Polizisten sichern ihren tauchenden Kollegen ab.
Polizisten sichern ihren tauchenden Kollegen ab.

Nach RHEINPFALZ-Informationen hält sich derzeit keiner der Hausbewohner mehr in dem Gebäude auf, in dem die Frauenleiche gefunden wurde. Nach Angaben einer Nachbarin wurde das Haus bis vor dem Tötungsdelikt von zwei Pärchen bewohnt, eines davon hat laut der Nachbarin ein etwa dreijähriges Kind. Aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr die RHEINPFALZ, dass die getötete Frau wohl in dem Haus gewohnt hat, in dessen Keller man ihre Leiche fand.

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