Zweibrücken Frühjahrsputz und blühende Gärten: So startet die Stadt in den Frühling
Rund um den Frühlingsanfang steht bei Ursel Reischmann Gartenarbeit an. „Die Krokusse und die Schneeglöckchen blühen, dann werden schöne Schlüsselblumen gekauft und gesetzt, und wir bepflanzen die Blumenkübel.“ Einiges an Arbeit steht an, denn der Garten sei „schon ein wenig größer“. Der Salat ist bereits in den Hochbeeten gesetzt, die derzeit noch abgedeckt sind. „All das ist bei mir mit Frühling verbunden“, sagt Reischmann. Das sei aber nicht abhängig von einem bestimmten Datum, sondern vom Wetter. Frühjahrsputz macht sie nicht mehr: „Ich putze, wenn es dreckig ist.“
Bei Gertrud Semar gibt es keine Rituale zum Frühlingsanfang. „Allerdings schneidet mein Mann dann die Bäume zurück und gräbt den Garten um. Und ich fange im Haus an, sauber zu machen, wenn es schönes Wetter ist.“ Das sei dann auch schon ein „richtiger Frühjahrsputz“. Sie putze zwar das ganze Jahr über, aber es gebe „so bestimmte Ecken, die man sich aufhebt für den Frühjahrsputz“, sagt Semar. Sie und ihr Mann seien im gesamten Jahresverlauf viel im Freien, müssten auch fürs Wandern nicht auf den Frühling warten. „Bei schönem Wetter macht es natürlich mehr Spaß, aber wir wandern bei jedem Wetter.“
Frieda Mayer weiß zwar, dass am Mittwoch der kalendarische Frühling beginnt. Frühjahrsputz aber macht sie schon lange nicht mehr. „Ich mache immer ein Zimmer gründlich sauber, und zwei, drei Wochen später das nächste“, erzählt sie. Rituale zum Frühlingsbeginn kennt sie nicht, sagt jedoch: „Ich habe einen großen Garten, da muss ich sowieso raus. Der blüht jetzt wunderschön. Und zum Frühlingsanfang müssen die Ostereier am Baum hängen.“ Zum Teil färbt sie diese selbst und bemalt sie mit Hand. An Ostern sind dann die vier Enkel und vier Urenkel zu Besuch. „Ich freue mich auf den Frühling, der ist mir lieber als der Winter.“
Max Eschmann hingegen hat das Datum des Frühlingsanfangs nicht auf dem Schirm. „Aber dass es nicht mehr lange dauert, das wusste ich. Ich gehe gerne Fahrradfahren, und zum Frühlingsanfang packe ich immer die kurzen Hosen aus – egal, welche Temperaturen herrschen“, erzählt der junge Mann. Blühende Blumen und Sonnenschein, bei dem man die Tiere mehr rauslassen kann, verbindet Max Eschmann mit dem Frühlingsstart. Er hat zwei Hasen, sein Vater hält zudem Hühner. „Ich freue mich, dass es wärmer wird, das Kalte mag ich nicht so“, sagt er.
Mit dem Frühlingsanfang verbindet Thomas Althoff vor allem drei Dinge: „Mehr Licht, längere Tage und schöneres Radfahren.“ Auch im Garten wird er dann aktiv, und die Gartenarbeit genießt er nach eigenen Worten auch. Wobei Althoff zugibt, dass seine Frau die meiste Arbeit in den Garten investiere – beispielsweise das Pflanzen, während er selbst nur das Unkraut entferne. „Ich freue mich auf den Frühling, das ist für mich die schönste Jahreszeit überhaupt. Im Sommer kann es auch schonmal zu heiß werden. Frühling bedeutet Winterende, da freue ich mich besonders drauf“, sagt er. Frühling sei wie ein Neustart.
Winfried Nikolaus verkauft bunte Pflanzen und Blumen in der Fußgängerzone und freut sich auf den Frühling. „Wärmer, bunt, blühend“, lautet sein Urteil zum Frühlingsbeginn. Rituale hat er keine, aber er freut sich auf den Frühlingsanfang. „Der Tag ist länger, es wird früher hell und bleibt länger hell“, sagt er. Frühjahrsputz mache er nicht, das regele seine Schwester. Aber nicht nur zum Frühjahrsstart – „wir haben eigentlich immer sauber“.