Zweibrücken Fluchtreflex nach Niederlage mit elf Toren Unterschied

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EPPELBORN. Schnell duschen, schnell weg. Keine Minute länger als nötig wollten die Spieler des Handball-Oberligisten VT Zweibrücken-Saarpfalz am Sonntag in der Eppelborner Hellberghalle bleiben. In großer roter Schrift prangte das Ergebnis auf der Anzeigetafel: 33:22. So deutlich hatten die Handballfreunde Illtal, die zur Pause 15:12 führten, die VTZ demontiert.

Es gab kein Schönreden. Der Illtaler Sieg in dieser Höhe war absolut verdient. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, skandierten die Fans Minuten vor dem Abpfiff, als längst klar war, dass Illtal die VTZ von Platz eins geschossen hatte. Die Gastgeber waren heiß auf das Spiel, ließen sich von Beginn an von der Stimmung in der Halle tragen. Solche Leidenschaft war den Zweibrückern, trotz der zahlreich mitgereisten Fans, nicht anzumerken. „Wir haben uns schon den ganzen Tag auf dieses Spiel gefreut. Spitzenspiele, vor so vielen Fans, in denen wir sogar Tabellenführer werden können, haben wir nicht oft“, sagte Illtals Trainer Steffen Ecker. Die VTZ versuchte, zunächst abgeklärt zu wirken. Philip Wiese, der trotz Verletzung an der Wurfhand auflaufen musste, markierte das 1:0. Zweibrücken hielt das Spiel bis zum 4:4 (8.) offen. Dann nahm der Illtaler Druck zu. Auf der Außenbahn narrte Sven-Malte Hoffmann ein ums andere Mal die Zweibrücker Hintermannschaft. Gegen den bärenstarken rechten Rückraumspieler Christoph Holz fand die Zweibrücker Abwehr nie ein Mittel. Auch auf der linken Rückraumseite drehte Illtals Niklas Kiefer richtig auf, suchte und gewann Zweikämpfe. Schonungslos wurden Zweibrücker Mängel im Eins-gegen-eins-Spiel aufgezeigt. Dazu kam, dass die mehrfach wechselnden VT-Torhüter, Peter Pcola und Jadran Pesic, der schwächelnden Abwehr auch keine Stabilität verleihen konnten. Ganz anders ihr Gegenüber Daniel Schlingmann, der den VTZ-Angreifern mit seinen Paraden den Zahn zog. Nach 17 Minuten hatte Holz die Illtaler mit 10:6 in Führung geschossen. Beim Stand von 11:7 nahm VTZ-Trainer Mirko Schwarz die Auszeit. Es schien zu fruchten. Steffen Kiefer traf zum 8:11, Max Ulbrich per Gegenstoß zum 9:11 und Tomas Mazar, der seine Chancen vom Kreis zuverlässig nutzte, zum 10:11. Aber dann erlaubte sich die VTZ wieder zu viele Fehler. Beste Möglichkeiten verstrichen und haltbare Tore wurden. 12:15 lag man zur Pause zurück. „Bei allen Problemen: So etwas darf uns nicht passieren“, sagte VTZ-Trainer Mirko Schwarz mit Blick auf die zweite Hälfte. In der wurden die Zweibrücker Probleme schonungslos offen gelegt. Beispielsweise, dass eine adäquate Ergänzung auf der Bank fehlt, der Ausfall von Leistungsträgern nicht zu kompensieren ist. Der sichtlich angeschlagene Wiese musste durchspielen. Martin Mokris war formlos. Marek Galla plagten offensichtlich Probleme im Bereich der Leiste. Durchschnaufen nicht möglich. Folge: Die VTZ-Spieler, die trotz Problemen teils 60 Minuten durchspielen mussten, waren k.o., resignierten. Die wechselfähigen Illtaler hatten dagegen stets sechs hellwache und fitte Spieler auf dem Feld. Sie überrannten die VTZ nun ein ums andere Mal. Langer Ball, schneller Spurt, Tor. So einfach war es, gegen die VTZ zu gewinnen. (add)

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