Zweibrücken Flöten hoch im Kurs

Der 52. Regionalwettbewerb von Jugend musiziert findet in diesem Jahr am Freitag und Samstag, 6. und 7. Februar, statt. Die ermittelten Wertungen werden samstags ab 18 Uhr in der Fruchthalle bei der öffentlichen Preisverleihung bekannt gegeben. Erstmals fand vorab eine Pressekonferenz statt, bei der Bianca Schuster als Pressesprecherin sowie die beiden Schulleiter Paul Punstein (Städtische Musikschule) und Kristina Schier (Kreismusikschule) für den Regionalausschuss der Sektion Westpfalz informierten.
163 Musikschüler sind gemeldet, davon 57 aus Kaiserslautern-Stadt, vier aus Pirmasens-Stadt und drei auf Zweibrücken. Bei den Landkreisen stellt Kaiserslautern mit 45 die meisten Anmeldungen, gefolgt von Donnersberg (23), Kusel (16) und Südwestpfalz mit 15 Meldungen. Sieben Schüler mussten zu anderen Regionalbezirken geschickt werden, da in ihrer Kategorie (etwa Kunstlied oder Musical) zu wenige oder gar keine Anmeldungen vorlagen (Alle Zahlenangaben ohne Gewähr). Ausgeschrieben war die Solowertung für Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop), Musical, Orgel und für besondere Instrumente, die Ensemble-Wertung in Klavier vierhändig, Duo Klavier und ein Streichinstrument sowie Duo Singstimme und Klavier, Schlagzeug-Ensembles und besondere Ensembles. Bei den Anmeldungen für den Regionalwettbewerb in der Westpfalz sind die Fächer Blockflöte (fünf Angemeldete) und Querflöte (23) dominant. Im Blechbläserbereich sind sieben im Fach Trompete und sechs bei Posaune zu verzeichnen. 52 Nachwuchspianisten stellen sich der Duo-Wertung für Klavier vierhändig und 14 in der Ausschreibung für Klavier mit einem Streichinstrument. Die Austragungsorte sind in diesem Jahr erstmals Räume im SWR-Studio, weiter im Rittersberg-Gymnasium, in der Fruchthalle und der Emmerich-Smola-Musikschule. Die Juroren kämen, dies betonte die Delegation bei der Pressekonferenz, überregional zwischen Rhein, Neckar und Saar aus Zentren wie Saarbrücken, Mannheim und Wiesbaden. Darunter seien Lehrer von Musik- und allgemeinbildenden Schulen sowie Berufsmusiker, aber keine Pfalztheater-Musiker, weil die mitunter selbst Schüler vorstellten. Man strebe die größtmögliche Objektivität an, versichert die Runde. Die Finanzierung des Regionalwettbewerbs verursache Kosten für Organisation, Jury, Mieten sowie für Wartung und Stimmen von bestimmten Instrumenten von bis zu 10 000 Euro. Der rheinland-pfälzische Sparkassen-Verband gewähre einen Zuschuss von 1000 Euro, die Restfinanzierung übernehmen die beteiligten Städte und Landkreise entsprechend ihrer Teilnehmerzahlen. Zusätzlich bringen die Städte und Landkreise sogenannte Preisgelder (je nach Preis 50, 30 und 20 Euro) auf, wobei bei den Erfolgen im Landes- und Bundeswettbewerb keine gezahlt werden. Immerhin könnten, so Punstein, für den Landeswettbewerb Anträge auf Fahrtkostenerstattung gestellt werden. Die Finanzierung sieht der Regionalausschuss deswegen auch als gesichert an, weil hierzu die beteiligten Städte und Landkreise einen Kooperationsvertrag abgeschlossen hätten. Punstein, langjähriger ehemaliger Organisationsleiter, verweist rückblickend auf einen Wandel der pädagogischen Ausrichtung des Regionalwettbewerbs: ausgehend vom ursprünglichen Grundgedanken des Sichtens, Auswählens und Motivierens von Orchesternachwuchs hin zum Anregen eines zielorientierten und vor allem in Ensembles erfolgenden Musizierens. Daher könnten auch jetzt viele erste (oder zweite und dritte) Preise vergeben werden. Auf Nachfrage bestätigt das anwesende Komitee, dass der Regionalausschuss autark sei und diese Tendenz zur Preisvergabe auch hinterfragen könne. Andererseits sieht man sich bei acht Regionalausschüssen in Rheinland-Pfalz auch in der Pflicht, einen gemeinsamen Modus zu finden. Bewertet werden acht Altersgruppen nach Kriterien wie Spiel- oder Gesangstechnik, Bühnenpräsenz, werkgerechte Interpretation, Zusammenspiel und Gesamteindruck. Die ermittelte Punktzahl ergibt den jeweiligen Preis. (rhe)