Zweibrücken
Feuerwehr-Großeinsatz an der Fasanerie
Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. „Wir wurden um 3.40 Uhr alarmiert“, sagte der städtische Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Frank Theisinger am Dienstag zur RHEINPFALZ. Eine Garage und eine Werkstatt, beide etwa 80 Quadratmeter groß, hätten beim Eintreffen der Helfer lichterloh gebrannt. Elf städtische Feuerwehrautos und zwei Fahrzeuge der Triwo-Flughafenfeuerwehr waren auf dem Grundstück an der Ecke Annweiler-/Fasaneriestraße, schräg gegenüber der Gaststätte Bahnhof, im Einsatz. 50 städtische Brandschützer und fünf Triwo-Feuerwehrleute waren beteiligt. Ihnen gelang es, das nahe hölzerne Wohngebäude vor den Flammen zu schützen.
Die beiden niedergebrannten Nebengebäude bestanden nach Angaben eines Sprechers der Kriminalpolizei Pirmasens ebenfalls aus Holz. Die große Hitze des Brandes habe zwei Fenster des Holzhauses in Mitleidenschaft gezogen, zudem habe es einen „geringen Fassadenschaden“ gegeben. Genauere Erkenntnisse lägen der Polizei noch nicht vor.
Tiere nicht mehr zu retten
„Zwei Bewohner wurden evakuiert, Menschen nicht verletzt. Allerdings war eines der abgebrannten Nebengebäude der Schlafplatz zweier Hunde, die seit dem Brand vermisst werden“, berichtete der Polizeisprecher. Die Zweibrücker Feuerwehr sagt, dass die Hunde beim Brand ums Leben gekommen seien. Sie seien in einem Zwinger in einem der beiden Holzgebäude gehalten worden. Theisinger: „Beim Eintreffen der Feuerwehr war es schon nicht mehr möglich, die Tiere aus dem im Vollbrand stehenden Gebäude zu retten.“ Die Feuerwehr schätzt den entstandenen Sachschaden auf zwischen 80.000 und 100.000 Euro, kann aber wie die Polizei noch keine Angaben zur Brandursache machen. Die beiden Hausbewohner, so Frank Theisinger, waren von Nachbarn geweckt worden; sie hätten ihr Haus verlassen und sich selbst in Sicherheit gebracht.
„Das Wohnhaus war in unmittelbarer Gefahr, die Außenfassade zeigte schon erste Wärmeschäden und die Fenster im Obergeschoss waren geborsten. Hinter dem Gebäude fing schon die Vegetation an zu brennen und ein Übergreifen auf den angrenzenden Wald bahnte sich an“, schilderte Theisinger den Brand unterhalb des ehemaligen Forsthauses.
Drohenden Waldbrand vereitelt
Ein erstes Löschfahrzeug sei acht Minuten nach dem Alarm vor Ort gewesen. „Die Kollegen begannen direkt mit einem Löschangriff mit drei Strahlrohren. Die Feuerwehr setzte sechs Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung ein“, erklärte Frank Theisinger. Fünf Feuerwehrleute der Triwo-Flughafenwehr vereitelten den drohenden Waldbrand. Teile der Hütte musste die Feuerwehr einreißen, um alle Glutnester zu löschen. Der Brand sei zwar nach 40 Minuten unter Kontrolle gewesen, doch hätten sich die Nachlöscharbeiten bis 6.30 Uhr am Dienstagmorgen hingezogen. Beendet war der Großeinsatz erst gegen 7.15 Uhr.
Neben den beiden Feuerwehren war laut Theisinger auch der Rettungsdienst des DRK Homburg mit zwei Helfern im Einsatz. Diese seien später von Kollegen der SEG-Bereitschaft des ASB Zweibrücken abgelöst worden, damit sie wieder in ihren Regeldienst in Homburg zurückkehren konnten. „Die Untersuchungen laufen, die Kollegen sind vor Ort. Aber die müssen natürlich auch warten, bis die Brandstelle begehbar ist“, erklärte der Polizeisprecher. Genauere Erkenntnisse, vor allem zur Brandursache, erwartet er nicht vor Mittwoch.